Vor allem in Wien warnten Lehrervertreter verschiedener Couleur zuletzt ja vor einer drohenden Überlastung des Schulsystems durch Familienzusammenführungen aus dem Ausland. Die „Krone“ hat nun Zahlen dazu, wie viele Kinder derzeit unterjährig in Oberösterreichs Klassen stoßen.
„Wir sind an der Kapazitätsgrenze angelangt und in vielen Schulen auch darüber“, warnte Oberösterreichs oberster Pflichtschullehrer-Vertreter, Paul Kimberger, kürzlich in der „Krone“ darauf angesprochen, wie sich der Familiennachzug von Asylberechtigten in den Klassenzimmern auswirkt.
Von der Dimension wie in Wien, wo zuletzt ja Lehrervertreter verschiedener Couleur wegen einer dadurch drohenden Überlastung Alarm schlugen, sei man aber weit entfernt.
Gründe bei Einschreibung nicht erhoben
Das zeigen nun auch Zahlen der Bildungsdirektion OÖ: 223 Kinder aus Nicht-EU-Ländern wurden heuer neu in den Pflichtschulen eingeschrieben, also im Schnitt 56 pro Monat (bei insgesamt rund 110.000 Pflichtschülern). Wohl nicht alle dieser neuen Schüler wurden von Verwandten mittels Familienzusammenführung ins Land geholt, denn bei der Schuleinschreibung wird nicht erhoben, aus welchen Gründen die Kinder nach OÖ kamen. Unter ihnen werden also auch Familien sein, die innerhalb Österreichs umgezogen sind.
Zum Vergleich: In Wien war medial von monatlich rund 300 neuen Schulkindern durch den Familiennachzug die Rede.
Bislang konnte für alle zuziehenden Schülerinnen und Schüler ein passender Schulplatz gefunden werden.
Alfred Klampfer, Bildungsdirektor OÖ
Mehr Schüler mit Sprachschwierigkeiten
Ganz genaue Zahlen gibt es hingegen zu sogenannten außerordentlichen Schülern, die per Definition noch über eine „mangelnde Kenntnis der Unterrichtssprache“ verfügen.
Ihre Anzahl stieg in den vergangenen Jahren in Oberösterreichs Pflichtschulen an, von 6216 im Schuljahr 2020/21 (das waren 5,7 Prozent aller Pflichtschüler) auf 8288 im abgelaufenen Schuljahr (das entspricht 7,4 Prozent).
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