Leben ändern

Jugendlicher Straftäter gelobt Besserung

Vorarlberg
10.01.2024 18:25
Porträt von Chantal Dorn
Von Chantal Dorn

Ein Teenager fasste am Landesgericht Feldkirch bereits seine zweite Haftstrafe aus. Jetzt will er sein Leben aber komplett ändern.

Erst vergangenen Juli war der Schulabbrecher von Richter Martin Mitteregger zu einer teilbedingten Haftstrafe von drei Monaten verurteilt worden. Doch kaum in Freiheit, machte der 16-jährige Bursche wieder mit dem weiter, was ihn kurz davor schon hinter Gitter brachte - nämlich Einbruchsdiebstähle und Sachbeschädigungen im Ober- und Unterland. So hatte der Angeklagte mit Brachialgewalt mehrere Zigarettenautomaten „geknackt“ und schachtelweise Tschiks im Gesamtwert von knapp 300 Euro gefladert. In Gaißau brach er in ein Geschäft ein und in Altach beklaute er ein junges Mädchen. Besonders kaltschnäuzig verhielt sich der 16-Jährige im Zusammenhang mit seiner Oma. Ohne ihr Wissen buchte er für sich kurzerhand 570 Euro von ihrem Konto ab.

Körperverletzung und falsche Beweisaussage
Weiters wurden dem Angeklagten in der Verhandlung am Mittwoch zwei weitere Straftaten zur Last gelegt - Körperverletzung und falsche Beweisaussage. In Feldkirch hatte das kriminelle Früchtchen einen Busfahrer in den Schwitzkasten genommen und zu Boden gerissen. Das Opfer kam mit Prellungen davon. In einem anderen Fall machte er als Zeuge falsche Angaben bei der Polizei, indem er zu Unrecht behauptete, am Vortag von zwei Männern bestohlen und geschlagen worden zu sein.

Zitat Icon

Ich will eine Drogentherapie machen, meinen Hauptschulabschluss nachholen und dann eine Malerlehre beginnen. Ich bin fest dazu entschlossen, meine Ziele umzusetzen.

Der Angeklagte

Im Prozess zeigte sich der 16-Jährige zwar geständig, doch der Herr Rat nahm den Delinquenten trotzdem ins Gebet: „Sie haben einen super Bewährungshelfer und ihre Mutter gibt Ihnen tausend Chancen. Und auch wenn Sie ein Drogenproblem haben: Wie wollen Sie Ihre Zukunft gestalten?“ Worauf der Angeklagte dem Richter einen schriftlichen „Lebensplan“ vorlegte und meinte: „Ich will eine Drogentherapie machen, meinen Hauptschulabschluss nachholen und dann eine Malerlehre beginnen. Ich bin fest dazu entschlossen, meine Ziele umzusetzen.“ Das noch nicht rechtskräftige Urteil: acht Monate Haft und Verlängerung der Bewährungshilfe auf fünf Jahre.

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