EU-Mandatar Christian Sagartz reiste mit ÖVP-Klubchef Markus Ulram und Bürgermeistern nach Budapest. Im Mittelpunkt stand ein Gespräch mit Kanzleramtsminister Gergely Gulyás zu den Themen Neusiedler See und Migration.
Ungarn sei der direkte Nachbar und man teile nicht nur eine gemeinsame Geschichte, sondern auch aktuelle Herausforderungen. „Daher ist es mir ein besonderes Anliegen, die Gesprächskanäle offenzuhalten und die guten Kontakte für das Burgenland zu nutzen“, betonte Sagartz. Der Neusiedler See sei von enormer Bedeutung für den Tourismus. Sowohl Österreich als auch Ungarn hätten ein starkes Interesse, dass der See auch in Zukunft erhalten bleibt. Eine Zuleitung könne laut Experten helfen. „Jetzt ist aber die Landesregierung gefordert und es heißt, alle Karten auf den Tisch zu legen“, so Sagartz.
Kampf gegen Schlepperaktivitäten
Den zweiten Schwerpunkt bildete die Zusammenarbeit beim Kampf gegen die illegale Migration. „Ungarn ist ein wesentlicher Partner bei der Bekämpfung illegaler Schlepperaktivitäten“, erklärte der EU-Mandatar. Die österreichische Polizei unterstütze ungarische und serbische Kollegen beim Aufbau einer Taskforce. Dies erfolge sowohl auf Ebene der kriminalpolizeilichen Ermittler als auch durch heimische Polizisten, die direkt an der ungarisch-serbischen Grenze ihren Dienst verrichten würden. „Dabei stellt Österreich auch Einsatztechnik, wie Wärmebildkameras, Geländefahrzeuge, Drohnen und Wärmebildbusse bereit“, so Sagartz.
Bei einem Treffen mit dem österreichischen Botschafter Alexander Grubmayr ging es zudem um die wirtschaftlichen Verflechtungen mit Ungarn.
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