Premier gibt Hoffnung

Israel-Hamas-Deal: Kommen bald 50 Geiseln frei?

Ausland
21.11.2023 16:07

Israel und die Hamas verhandeln über das Schicksal von 240 Geiseln. Laut Premier Benjamin Netanyahu machen die Verhandlungen „Fortschritte“. Unterdessen warnte Israels rechtsextremer Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir  mit starken Worten vor einer Einigung.

Offiziell bestätigt ist der Deal noch nicht. Am Dienstagabend kommt Israels Regierung zusammen, um über die Vereinbarung zu beraten. Netanyahu hoffe, dass es bald „gute Nachrichten geben wird“.

Stimmt Israel einer Feuerpause zu?
Im Gegenzug würde Israel einer fünftägigen Feuerpause zustimmen, hieß es unter Berufung auf anonyme israelische Beamte. Dienstagnachmittag berichteten israelische Medien übereinstimmend über mögliche Details der Vereinbarung. Demnach könnten zeitnah mehr als 50 Hamas-Geiseln im Gazastreifen freikommen. Darunter seien 40 Kinder und 13 Frauen.

Israels Premier Benjamin Netanyahu: „Wir machen Fortschritte. Ich denke, es ist nicht sinnvoll, zu viel zu sagen.“ (Bild: AP)
Israels Premier Benjamin Netanyahu: „Wir machen Fortschritte. Ich denke, es ist nicht sinnvoll, zu viel zu sagen.“
(Bild: Israel Defense Forces)
(Bild: AFP)

Israelischer Minister kritisiert möglichen Geisel-Deal
Israels rechtsextremer Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir kritisierte unterdessen eine mögliche Abmachung scharf. Er sei sehr beunruhigt, dass zurzeit über ein mögliches Abkommen gesprochen werde, sagte Ben-Gvir im israelischen Fernsehsender Channel 14. Er habe Sorge, dass der Staat Israel mit einem solchen Deal einen „sehr, sehr, sehr großen Fehler“ begehen könnte. Die Hamas hatte bei ihrem beispiellosen Terrorangriff auf Israel am 7. Oktober etwa 240 Menschen in den Gazastreifen entführt und 1200 Menschen getötet.

Zitat Icon

Ich habe Sorge, dass der Staat Israel mit einem solchen Deal einen sehr, sehr, sehr großen Fehler begehen könnte.

Itamar Ben-Gvir (Bild: AFP)

Israels rechtsextremer Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir

Ben-Gvir erinnerte an den sogenannten Shalit-Deal im Jahr 2011. Damals kamen mehr als 1000 palästinensische Häftlinge - unter ihnen auch der Hamas-Chef im Gazastreifen Yahya al-Sinwar - im Gegenzug für den fünf Jahre von der Hamas als Geisel gehaltenen israelischen Soldaten Gilad Shalit frei. „Erinnert ihr euch, wir haben Gilad Shalit befreit und haben Sinwar und seine Freunde herausgelassen - und haben dieses Leid über uns gebracht“, sagte Ben-Gvir.

Der rechtsextreme Polizei- und Sicherheitsminister ist nicht Mitglied des israelischen Kriegskabinetts. Unterdessen laufen außerdem die Verhandlungen zwischen Israel und der Hamas zur Freilassung von Geiseln im Gazastreifen auf Hochtouren. Medienberichten zufolge mehren sich die Anzeichen, dass ein Deal kurz bevor steht.

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