Rapid-Legende Rudi Weinhofer muss sich kurzzeitig wohl ein wenig gefühlt haben wie 1984 beim Skandalspiel in Glasgow, als er via Flaschenwurf eines Wahnsinnigen ausgeknockt wurde. Nur dass er am tückischen Wiener Eis beim Benefiz-Eishockey-Matcherl am Donnerstag ohne Fremdeinwirkung eine durchaus ansehnliche Brez'n riss, zu Boden ging und kurz benommen liegen blieb.
"Meister? Rapid natürlich!"
Wenig später rannte der Schmäh aber schon wieder, keppelte Weinhofer mit krone.at am Rande der Eishockey-Partie in edelstem Wienerisch über die aktuelle Situation in der tipp3-Bundesliga. Sein Meistertipp? "Na, Rapid natürlich! Wer sonst?" Dass die Hütteldorfer derzeit aber alles andere als überzeugend auftreten? "Na und? Spielen die anderen leicht überzeugender? Ich verstehe nicht, warum derzeit jeder auf Rapid hinhaut. Die liegen in der Tabelle immerhin mit zwei Punkten Vorsprung auf Platz eins. Also müssen alle anderen ja noch viel schlechter sein."
Mal sehen, ob er mit dieser Prognose recht behält. Mit jener für das Benefiz-Eishockey-Spiel lag er jedenfalls daneben. Seine Ankündigung, wonach er mit "Team weiß" gegen die roten Widersacher "flach spielen und hoch gewinnen" werde, trat nicht ein. Weinhofer und Co. unterlagen "Team rot", angeführt von Goalie Harry Raithofer, mit 6:7.
Pürk: "Ivo ist ein super Trainer"
Daran vermochten Weinhofers ehemals kickende Spielerkollegen Tommy Flögel und Marcus Pürk auch nichts zu ändern. Letzterer hat übrigens weniger seinen Herzensklub Rapid als vielmehr dessen Erzrivalen aus Favoriten auf der Meisterrechnung. "Ich glaube, die Austria macht das Rennen. Der Ivo ist ein super Trainer und kann gut mit jungen Spielern arbeiten."
Flögel zweifelt an seinen Veilchen
Ex-Austria-Hero Thomas Flögel ist sich da nicht ganz so sicher. "Die Abgänge bei der Austria wiegen schon schwer. Und die Neuerwerbungen können das noch nicht so umsetzen."
Apropos Umsatz: Für die Stiftung Kindertraum, die schwer kranken Kindern Herzenswünsche erfüllt, erspielten Flögel und seine Kumpels am Donnerstag mit ihrem Engagement als Eishockey-Cracks bzw. beim anschließenden Eisstockschießen insgesamt 26.000 Euro.
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