Im letzten Vierteljahr 2011 sank das Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorquartal geringfügig um 0,1 Prozent. Im dritten Quartal hatte das BIP noch um 0,2 Prozent zugelegt. Im Jahresabstand lag das Wachstum im vierten Quartal noch bei 1,2 Prozent (nach 2,5 Prozent im dritten Quartal). Im gesamten Jahr 2011 wuchs das heimische BIP real um 3,1 Prozent.
Grund für den leichten Rückgang des BIP um 0,1 Prozent im vierten Quartal sei laut Wifo die "Eintrübung der internationalen Konjunktur", die die heimischen Exporte schrumpfen ließ - um 0,5 Prozent im Quartalsabstand. Rückläufig waren sowohl die Warenausfuhr als auch der Export von Dienstleistungen.
Konsumgüteranschaffung und Anlageinvestitionen wirkten zwar gegen Jahresende stabilisierend, aber ebenfalls mit abnehmender Dynamik. Der Konsum der privaten Haushalte legte im vierten Quartal nur noch um 0,2 Prozent zu, nach plus 0,3 Prozent im Vorquartal.
Sparpaket setzt "stimulierende Impulse"
Selbst wenn Österreich aufgrund der schrumpfenden Wirtschaft nun kurz in eine Rezession rutschen sollte, würde sich das Land recht rasch wieder erholen - spätestens zur Jahresmitte 2012, erklärte Wifo-Experte Marcus Scheiblecker: "Bis wir das in unserer Rechnung wissen, sind wir auch schon wieder draußen." Insgesamt bekräftigt Scheiblecker für 2012 die BIP-Prognose des Wifo mit 0,4 Prozent realem Plus.
Einige vorlaufende Konjunkturindikatoren seien gar nicht so schlecht, dafür sei Österreich vom Sparkurs in Italien ("unser zweitgrößter Exportmarkt") und den Problemen Ungarns negativ betroffen, so der Experte. Auch Österreichs Sparpaket koste kurzfristig (2013/14) Wachstum, setze für die Zeit danach aber stimulierende Impulse.
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