2:2 in Freiburg

Junuzovic-Assist bei Debüt im Dress von Bremen

Fußball
05.02.2012 18:39
ÖFB-Teamspieler Zlatko Junuzovic hat sich am Sonntag bei seinem Debüt im Dress von Werder Bremen gleich mit einem Assist eingestellt. Der Ex-Austrianer bereitete beim 2:2-Auswärtsremis gegen das Schlusslicht SC Freiburg den ersten Werder-Treffer von Claudio Pizarro mit einer Flanke vor und bekam von Chefcoach Thomas Schaaf gleich die Chance, sich über 90 Minuten zu präsentieren.

Die Bremer gingen durch den 33-jährigen Pizarro (im Bild links) zweimal in Führung (25., 47./Saisontore 14 und 15). Cedrick Makiadi (32.) und der 21-jährige Jonathan Schmid (70.), ein Franzose mit österreichischen Wurzeln, sorgten aber vor 22.000 Zuschauern jeweils für den Ausgleich. "Für das erste Spiel war es ganz okay, ich hätte aber lieber die drei Punkte mitgenommen", sagte ein nicht ganz zufriedener Junuzovic nach dem Match. "Wir hätten das 2:1 drüberbringen müssen und wir hatten auch Chancen auf das 3:1, die hätten wir machen müssen."

Lob von Coach Schaaf
Der ÖFB-Teamspieler rechnet aber mit einer Leistungssteigerung. "Ich werde in den nächsten Tagen und Wochen sicher noch besser reinkommen", sagte der 24-Jährige. Schaaf war mit dem Debüt von Junuzovic grundsätzlich zufrieden. "Ich glaube, dass er das gezeigt hat, was man von ihm erwarten kann", lobte der Bremen-Trainer seinen Neuzugang. Der Mittelfeldspieler habe aber sicher noch viel Luft nach oben. "Er wird noch besser werden, davon bin ich überzeugt", ergänzte Schaaf.

Marko Arnautovic saß nur auf der Bank, Sebastian Prödl fehlt noch längere Zeit wegen seiner Gesichtsverletzung. Werder verabsäumte es damit, näher an die besten vier Teams der Liga heranzurücken und liegt hinter Borussia Dortmund (43), Bayern München (41), Schalke 04 (41) sowie Borussia Mönchengladbach (40) mit 32 Zählern auf Rang fünf.

HSV macht Dortmund zum Tabellenführer
Bereits am Samstag hatte es einen Wechsel an der Tabellenspitze gegeben. Weil sich der bisherige Leader Bayern München beim Hamburger SV mit einem mageren 1:1 begnügen musste, blieb Titelverteidiger Borussia Dortmund, der am Freitag den 1. FC Nürnberg 3:0 besiegt hatte, an der Spitze. Ivica Olic rettete den Bayern, bei denen ÖFB-Youngster David Alaba in der 61. Minute eingewechselt wurde, mit seinem Tor in der 71. Minute immerhin einen Punkt. Jacopo Sala hatte den HSV in der 23. Minute in Führung gebracht.

Harnik-Tor rettet Stuttgart Remis
Martin Harnik hat am Samstag dem VfB Stuttgart einen Punkt im Auswärtsmatch gegen Bayer Leverkusen gerettet. Der ÖFB-Teamspieler kam in der 76. Minute ins Spiel und traf in der 89. Minute zum 2:2-Endstand. Für Harnik war es das siebente Saisontor, das erste seit seinem Doppelpack gegen Augsburg am 20. November.

Leverkusen ging durch Stefan Kießling (11.) und Simon Rolfes (47./ Foulelfmeter) zweimal in Führung, die Gäste antworteten aber durch Julian Schieber (23.) und Harnik (89.). Beide Teams beendeten die Partie mit nur zehn Mann, Leverkusen verlor Michal Kadlec mit Gelb-Rot (63.), der Stuttgarter Cristian Molinaro sah im Finish Rot (92.). Der in der Leverkusen-Chefetage in Ungnade gefallene Michael Ballack gehörte neuerlich nicht zur Startelf.

Gladbach und Schalke lassen Punkte liegen
Rückschläge im Titelkampf mussten auch Schalke 04 und Mönchengladbach hinnehmen - beide Klubs kamen nicht über ein Unentschieden hinaus. Die Schalker mussten sich daheim gegen Mainz mit einem 1:1 begnügen. Bei den Gelsenkirchenern spielte Christian Fuchs nach überstandener Magen-Darm-Grippe durch, beim Führungstreffer der Mainzer durch Mohamed Zidan (15.) kam der Niederösterreicher zu spät. Rückkehrer Zidan traf damit gleich bei seinem ersten Bundesligaspiel für Mainz nach über viereinhalb Jahren.

Schalke drückte aufs Tempo, kam aber nur noch zum Ausgleich durch Chinedu Obasi (59.) und verpasste somit den Vereinsrekord von sechs Siegen in Serie. Bei Mainz kam Julian Baumgartlinger in der 75. Minute ins Spiel, Andreas Ivanschitz fehlte nach seiner Innenbanddehnung im linken Knie noch im Aufgebot.

Stranzl musste wegen Grippe passen
Gladbach musste beim 0:0 in Wolfsburg ohne Martin Stranzl auskommen, der Burgenländer fiel mit Grippe und Schüttelfrost aus. Wolfsburg-Alleinherrscher Felix Magath sorgte für einen Bundesliga-Rekord, noch nie zuvor hat ein Verein 36 Spieler in einer Saison eingesetzt. Wie Stranzl zum Zuschauen gezwungen war - wegen seiner Sperre (Bericht in der Infobox) - Emanuel Pogatetz, sein Klub Hannover siegte aber auch ohne den gesperrten Steirer in Berlin gegen Hertha 1:0. Hoffenheim und Augsburg trennten sich 2:2.

Dortmund Gewinner der Runde
Borussia Dortmund ist damit der große Gewinner der 20. Runde und führt die Tabelle jetzt mit 43 Punkten vor den Bayern und Schalke mit je 41 Zählern und Gladbach mit 40 Punkten an. Der Titelverteidiger hat bereits am Freitag mit einem 2:0-Sieg in Nürnberg vorgelegt und damit die Tabellenführung übernommen. 

Vor 45.572 Zuschauern erzielten Kapitän Sebastian Kehl (48. Minute) und der zehn Minuten zuvor eingewechselte Lucas Barrios (82.) die Tore für die seit 14 Spielen ungeschlagenen Dortmunder. Nürnberg ist nach der Heimniederlage mit drei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz 14. der Tabelle.

Ergebnisse der 20. Runde:
Freitag
1. FC Nürnberg - Borussia Dortmund 0:2
Samstag
FC Schalke 04 - FSV Mainz 05 1:1
VfL Wolfsburg - Borussia Mönchengladbach 0:0
Hertha BSC Berlin - Hannover 96 0:1
1899 Hoffenheim - FC Augsburg 2:2
Bayer 04 Leverkusen - VfB Stuttgart 2:2
Hamburger SV - Bayern München 1:1
Sonntag
SC Freiburg - Werder Bremen 2:2
1. FC Kaiserslautern - 1. FC Köln 0:1

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