Es war die erste offizielle Mitteilung in Bezug auf Österreich, die das Unternehmen seit Bekanntwerden der Insolvenz in Deutschland machte. Am Montag hatte Finanzchef Sami Sagur noch mit der Aussage für Aufregung gesorgt, die Auslandsmärkte zur Disposition zu stellen, um die Forderungen der Gläubiger tilgen zu können.
"Von Kündigungen ist nicht auszugehen"
Die Warenversorgung in Österreich sei sichergestellt, auch von nennenswerten Schließungen von Filialen oder betriebsbedingten Kündigungen sei nicht auszugehen. "Die pünktliche Auszahlung der Löhne und Gehälter zum Monatsende belegt, dass das Unternehmen voll zahlungsfähig ist und aktuell alle Maßnahmen ergriffen wurden, den normalen Geschäftsbetrieb fortzuführen", heißt es in einer Mitteilung von Gewerkschaft und Schlecker-Österreich.
Die Gewerkschaft (GPA-djp) hatte sich am Dienstag mit Schlecker-Österreich-Prokurist Andreas Kozik und der Betriebsrätin der Drogeriekette in Wien getroffen, um die Lage in Österreich zu besprechen. Demnach herrsche Einvernehmen, "dass dem Erhalt und Fortbestand des Unternehmens in Österreich und der Sicherung der Arbeitsplätze gemeinsam höchste Priorität eingeräumt wird".
"Haben die Überweisungsunterlagen gesehen"
GPA-Vizechef Karl Proyer meinte, das Krisengespräch sei "ganz passabel" verlaufen, dennoch klang er nicht so optimistisch wie der Konzernsprecher. Eine Entwarnung sei aufgrund des laufenden Insolvenzverfahrens der Konzernmutter schwierig, "es hängt alles von der Entwicklung in Deutschland ab", so Proyer. Die mit Monatsende fälligen Gehälter für Jänner müssten aber bald auf dem Konto der rund 3.000 Schlecker-Österreich-Mitarbeiter landen. "Wir haben die Überweisungsunterlagen gesehen."
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