Es riecht nach Emotion pur! Nach der Trennung im Dezember kehrt Manfred Schmid Sonntag als WAC-Trainer zu seinem Herzensklub Austria zurück.
Frage: Deine Wolfsberger Spieler wollen in dieser Woche geortet haben, dass der Trainer etwas angespannter, nervöser als sonst war.
Manfred Schmid: Na ja - ich hab halt als Trainer noch nie GEGEN die Austria gespielt. Und ich habe immer gesagt: Ich bin Austria! Daran wird sich auch nie etwas ändern.
Du hattest schon ein Ticket für die Donnerstag-Partie, hast dir das Spiel gegen Legia Warschau dann aber doch nur im TV angesehen. Und mitgelitten?
Natürlich ist noch immer Herzblut dabei. Und wenn du international schon so viele Tore machst, ist ein K.o. natürlich doppelt bitter.
Hier das Video-Interview mit sportkrone.at-Chef Michael Fally:
Angriffspunkte wirst du - aufgrund der Abwehrschwäche der Austria - für das Sonntag-Spiel genügend gesehen haben.
Trainer Wimmer macht mit seinem Team einen sehr guten Job. Aber sie nehmen mitunter eben sehr viel Risiko, was sie dann angreifbar macht. Aber in erster Linie wird es an uns selbst liegen, wie sehr wir sie fordern können, wie sehr wir sie unter Druck setzen können.
Wie emotional wird das Match für dich gegen deinen Herzensklub tatsächlich?
Ich müsste lügen, wenn ich sage, dass mich die Trennung im Dezember, die ja aufgrund von Auffassungsunterschieden in der Spielphilosophie erfolgt ist, kaltgelassen hat. Aber für mich persönlich ist es natürlich etwas besonderes, jeder weiß, wie viele Jahre ich bei der Austria verbracht habe, nicht nur als Trainer.
Ganz speziell wird das Wiedersehen mit den Austria-Fans, für die du der absolute Hero warst, die bis zum Ende wie ein Mann zu dir standen. Erwartest du gar Sprechchöre für den gegnerischen Trainer?
Ich erwarte mir gar nichts. Aber es war bei der Austria vom ersten Tag an - als ich praktisch keine Mannschaft hatte, viele Junge hochgezogen habe - mein Ziel, eine starke Fan-Base zu schaffen, weil ich wusste: Es geht nur mit den Fans. Und ich muss sagen: Wenn ich jetzt - auch erst Donnerstag wieder - gesehen habe, was da im Stadion los ist - einfach beeindruckend! Ich freu mich sehr auf die Fans - auch weil ich weiß: Ich habe etwas sehr Gutes hinterlassen.
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