01.12.2011 19:49 |

Aus der Traum

Sturm Graz nach 1:3-Niederlage bei Lok in der EL out

Für Sturm Graz ist wie auch schon in der Saison 2009/10 nach der Gruppenphase der Europa League Endstation. Österreichs Meister verlor am Donnerstag auswärts gegen Lok Moskau sein fünftes Spiel der Gruppe L verdient mit 1:3 und kann damit nur noch Dritter werden. Maicon (62.), Dmitrij Sytschew (72./Foulelfmeter) und Denis Gluschakow (89.) machten den Heimsieg nach der Pause perfekt, Florian Kainz (63.) hatte zwischenzeitlich ausgeglichen.

Franco Foda hatte gegenüber dem 3:1-Sieg gegen die Admira in der Meisterschaft am Sonntag einige Änderungen vorgenommen. Für den gesperrten Ferdinand Feldhofer kam der 18-jährige Florian Neuhold zu seinem zweiten Europacup-Einsatz, der routinierte Thomas Burgstaller saß nur auf der Bank. Auf der linken Abwehrseite rückte Giorgi Popchadse in die Mannschaft, dafür kam Christian Klem im Mittelfeld (für Florian Kainz) zum Einsatz. Rechts im Mittelfeld schenkte der Sturm-Trainer erwartungsgemäß Martin Ehrenreich (für den zu Hause gebliebenen Haris Bukva) das Vertrauen. Da der angeschlagene Jürgen Säumel passen musste, kam Matthias Koch im defensiven Mittelfeld zum Einsatz.

Erster Warnschuss von Kienast
Die neu zusammengewürfelte Truppe hielt von Anfang an gut dagegen, der für Stammgoalie Guilherme aufgebotene Lok-Tormann Ameltschenko musste sich auch gleich bei einem Kienast-Schuss (9.) auszeichnen. Damit hatten die Grazer vor der Pause ihr Offensivpulver verschossen. Coach Foda hatte seine Truppe aber gut eingestellt, in der Defensive präsentierten sich die Grazer sehr geordnet und diszipliniert, womit auch die spielbestimmenden Moskauer kaum zu Topgelegenheiten kamen.

Nur zweimal wurde es für Silvije Cavlina brenzlig. Da Costa hätte den Sturm-Goalie mit einem 52-Meter-Fernschuss beinahe überrascht, er konnte aber in letzter Sekunde noch zur Ecke abwehren (37.). Vier Minuten später ging ein Sytschew-Volley aus elf Metern nach Ibricic-Flanke knapp am langen Eck vorbei. Da war Joachim Standfest schon in der Kabine, er hatte wegen Patellasehnen-Problemen im linken Knie nach 38 Minuten ausgewechselt werden müssen. Mittelfeldspieler Kainz kam ins Spiel, Ehrenreich rückte dafür nach hinten.

Führung für Lok in der 62., Ausgleich in der 63. Minute
Nach der Pause drückten die Hausherren etwas mehr aufs Tempo, doch Chancen blieben zu Beginn neuerlich absolute Mangelware. Erst in der letzten halben Stunde nahm die Partie an Fahrt auf. Nach Flanke von Ignatjew wurde der erst fünf Minuten zuvor eingewechselte Maicon von Ehrenreich alleingelassen und köpfelte aus kurzer Distanz zum 1:0 ein (62.). Praktisch im Gegenzug waren die Steirer 82 Sekunden später aber wieder im Spiel. Eine schöne Kombination über Koch und Kienast schloss der quirlige Kainz in Torjägermanier zum Ausgleich ab (63.).

Danach konnten die Grazer aber nicht mehr zusetzen, im Gegenteil mussten sie völlig leistungsgerecht noch eine Niederlage hinnehmen. Nach einem unnötigen Foul von Dudic am starken Ignatjew verwandelte Sytschew den verhängten Elfmeter zum 2:1 (72.). Dem noch nicht genug, erhöhte Gluschakow kurz vor Schluss noch auf 3:1 (89.). Zuvor hatte Maicon auch noch per Kopf die Latte getroffen (81.).

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