Auch bei den Anschlagsplänen bei der Vienna Pride fiel der Fokus auf eine Migrationsgruppe - auf Tschetschenen! Man muss leider sagen: wieder einmal. Warum fallen Tschetschenen so oft ins negative Scheinwerferlicht und was ist mit ihnen los?
Andreas Mölzer erzählte in der ersten Folge der neuen krone.tv-Sendung „Das Duell“ recht offen: wenn seine Söhne abends in Villach ausgehen möchten, warnt er sie davor, sich mit Tschetschenen anzulegen. „Die sind besonders brutal“, urteilt das blaue Urgestein. Ja, man könnte ihm Rassismus vorwerfen. Aber die meisten Normalsterblichen sehen das wohl ähnlich.
Prügelnde Jugendbanden, Blutrache, Massenschlägereien, Terror
Das liegt vor allem an vielen Negativ-Schlagzeilen. Schüsse auf einer Tschetschenen-Hochzeit, eine prügelnde Jugendbande, Blutrache und Massenschlägereien sind nur einige jener Schlagzeilen, die in den letzten Jahren zu lesen waren. Zuletzt fiel das Scheinwerferlicht wieder auf die sagenumwobene Bevölkerungsgruppe, weil ein 14-jähriger Tschetschene mit zwei Bosniern einen Terroranschlag mit Messern oder Autos auf der Vienna Pride geplant haben soll...
Tschetschenen haben keinen guten Ruf
Die in Österreich lebenden geschätzt 35.000 Tschetschenen haben also keinen guten Ruf. Zu Unrecht? Zumindest sieht auch das Bundeskriminalamt laut einem älteren Bericht die tschetschenischen Grippen als größte Herausforderung, „da sich ihre kriminellen Strukturen im Bundesgebiet immer stärker verfestigen“. Auch eine brandaktuelle Studie bescheinigt der tschetschenischen Community ein „hohes Radikalisierungspotential“. Deswegen wird es wohl kaum ein bloßes Vorurteil sein.
Toxische Mischung aus Nationalstolz, strengem Islam und Gewalterfahrung
So ist Gewalt für viele Tschetschenen durch den grausamen Bürgerkrieg nah und auch der Nationalstolz ein großer - eine grundsätzlich toxische Mischung. Gepaart mit einer meist strengen Auslegung des Islam samt patriarchaler Über-Männlichkeit und einem Hang zu Kampfsport und Waffen macht das zu Recht vielen Österreichern Angst. Dass die Integration gerade in dieser Gruppe besonders schwer ist, zeigt eine andere Studie, wonach besonders viele Tschetschenen in Österreich arbeitslos sind.
Nicht alle über einen Kamm scheren
Natürlich ist es falsch, alle über einen Kamm zu scheren und auch unter den Tschetschenen gibt es wohl mehrheitlich unauffällige Zeitgenossen. Dennoch müssen auch die Hürden der Integration ehrlich benannt und anerkannt werden und nicht unter der Pauschalierung „Rassismus“ vom Tisch gewischt werden. Alles andere ist blauäugig.








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