Exakt 81.141 Jahrestickets hat der Verkehrsverbund Vorarlberg 2022 verkauft. Das ist nicht der einzige Rekord der Öffi-Bilanz im Ländle: Die Busse legten ganze 400.000 Kilometer mehr zurück. Als neuen Anreiz fahren Schüler in diesem Sommer zum ersten Mal gratis mit Bus und Bahn - vom Arlberg bis an den Bodensee.
Dreißigmal von der Erde zum Mond und wieder zurück. Diese Strecke - nämlich 24,4 Millionen Kilometer - haben 2022 die 400 Busse und Züge in Vorarlberg zurückgelegt. Allein die Busse waren insgesamt 400.000 Kilometer mehr unterwegs als im Jahr davor.
Zudem hat der Verkehrsverbund Vorarlberg im vergangenen Jahr genau 81.141 „vmobil-Klimatickets“ (Jahrestickets) verkauft - ein neuer Rekord und nach der bitteren Durststrecke während der Corona-Pandemie mit einem Einbruch auf nur 72.000 Jahrestickets ein umso größerer Erfolg.
Wir wollen bei Bussen, die jetzt im Halbstundentakt verkehren auf 15 Minuten kommen. Und dort, wo schon alle 15 Minuten ein Bus fährt, auf 10 Minuten. Das ist die Stoßrichtung der nächsten Jahre.
VVV-Geschäftsführer Christian Hillbrand
Bundesmittel erleichtern Angebotsausbau
„Das ist ein Spitzenniveau!“, freute sich angesichts der Zahlen Mobilitätslandesrat Daniel Zadra bei der Bilanz-Pressekonferenz des Verkehrsverbund Vorarlberg (VVV) in Dornbirn. Die erfreulichen Rekorde führten Zadra und VVV-Geschäftsführer Christian Hillbrand auf den stetigen Ausbau des Angebots zurück. 152 Mio. Euro flossen 2022 in den Ausbau, Betrieb und die Modernisierung des Öffentlichen Verkehrs.
„Dank der zusätzlichen Bundesmittel (Stichwort: Klimaticket) haben wir letztes Jahr auch bei den Bussen wieder mehr Gas gegeben.“ Insgesamt 4,6 Millionen Euro erhielt das Land seit dem vergangenen Jahr aus dem Klimaschutzministerium.„In einer zweiten Tranche erwarten wir in etwa noch einmal so viel“, kündigte Zadra an. Die Gelder sollen in weitere Angebotsverbesserungen fließen. „Die Stoßrichtung ist, bei Bussen, die jetzt im Halbstundentakt verkehren, auf 15 Minuten zu kommen. Und dort, wo schon alle 15 Minuten ein Bus fährt, auf 10 Minuten“, präzisierte Hillbrand.
Aber nicht nur in den dichtbesiedelten Gebieten will man damit die Menschen zum Umstieg auf Bus und Bahn bewegen, auch in ländlichen Regionen seien Verbesserungen geplant. Aufholbedarf sieht der VVV-Geschäftsführer beinahe in allen Talschaften mit Ausnahme des Bregenzerwaldes, konkret etwa im Großen Walsertal, in den Hanggemeinden des Walgaus und generell in den Tourismusregionen abseits der Saison.
Mit dem Freifahrtticket im Sommer gratis unterwegs
Ein besonderes Zuckerl haben sich VVV und Land in diesem Jahr für die Schülerinnen und Schüler überlegt: Während der Sommerferien können sie im ganzen Land gratis mit Bus und Bahn unterwegs sein. Nötig ist dafür nur das Schülerfreifahrticket, das in Vorarlberg bereits 33.000 Mädchen und Buben besitzen. „Egal, welches Ticket die Kinder in der Tasche haben, jedes gilt mit Ferienbeginn am 8. Juli neun Wochen lang als ’maximo’-Ticket“, erklärt Hillebrand. Dabei sei es auch unerheblich, ob die Buben und Mädchen mit ihren Eltern oder alleine bzw. mit Freunden unterwegs sind.
Für Schüler, die noch kein Öffi-Ticket besitzen, aber Bus und Bahn im Sommer ebenfalls kostenlos nutzen wollen, gibt es ebenfalls ein Angebot: Sie können bereits jetzt ein Schülerfreifahrticket für das kommende Schuljahr beantragen - dieses ist ab dem Beginn der Sommerferien gültig.









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