Die Nachfolge für die scheidende Stadrätin der Sozialdemokraten scheint gefunden. Eine Arbeiterkammer-Juristin springt ein.
Die SPÖ-Politikerin Anja Hagenauer hat sich jahrelang für die sozialen Agenden der Stadt Salzburg eingesetzt, hat oft gegen Windmühlen gekämpft. Unter dem ehemaligen roten Langzeit-Bürgermeister Heinz Schaden noch Vize agierte sie unter Stadtchef Harald Preuner und SPÖ-Chef Bernhard Auinger die vergangenen Jahre als Stadträtin. Ihr Rücktritt mit Anfang Juli aus gesundheitlichen Gründen kommt natürlich überraschend. Auch der Vorschlag des Parteipräsidiums für ihre Nachfolge. Neue Sozialstadträtin soll nach ersten Informationen die Arbeiterkammer–Juristin Michaela Fischer werden.
Fischer schaffte 2018 den Sprung in die Gemeindevertretung der Stadt Salzburg. Nur ein Jahr später verlor sie nach der Gemeinderatswahl allerdings den Sitz wieder. Bei der Salzburger AK ist die Juristin für Gesundheitspolitik und Sozialpolitik zuständig, passt also perfekt ins Sozialressort, hat Einblick und kennt die Hintergründe. Die Sozialdemokratin ist auch seit längerer Zeit in der Gewerkschaft tätig. Viel Zeit der Eingewöhnung wird der künftigen Stadträtin nicht bleiben. Im kommenden Frühjahr stehen bereits wieder Wahlen an.
Die Situation erinnert stark an die grüne Landesvize Martina Berthold, die das Sozialressort im Land erst kurz vor der Wahl übernommen hatte.
In den vergangenen Tagen sind für den Posten die verschiedensten Namen gefallen – nur keine männlichen. So galt etwa Gemeinderätin Nicole Solarz als heiße Kandidatin. Und SALK-Betriebsrätin Sabine Gabath wurde ebenso als Stadträtin gehandelt.
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