Nur drei Stück eines mehr als auffälligen Pullover wurden in Österreich verkauft. Eines davon an den Angeklagten in Wien. Der prompt mit dem quietschgelben Oberteil eine Tankstelle ausraubte. Er blieb nicht lange unerkannt ...
„Ich habe den Anschluss nicht mehr gefunden“, jammert ein Deutscher im Wiener Landesgericht schon fast. Nach seiner Pleite in Spanien, mit einer Mietwagenfirma und einem Geschäftslokal in Tschechien, wollte er im Herbst 2022 sein Glück in Österreich versuchen - und scheiterte. „Ich habe eigentlich immer ein gutes Leben gehabt. Ich kannte das einfach nicht“ - plötzlich stand der 34-Jährige ohne Arbeit und Geld da.
Stolze neun Vorstrafen aus dem Ausland
„Das hier ist das denkbar einfachste Motiv eines Raubes und das ist Geldnot“, eröffnet sein Verteidiger Johannes Fouchs. Die vermeintliche Lösung für dieses Problem: Ein Tankstellenraub. Am 29. November überfiel der Deutsche eine Tankstelle in Wien-Meidling, erbeutete mit vorgehaltener Gaspistole - sie sei aber nicht geladen gewesen - ein bisschen über 1000 Euro. „Für die Miete“, verspricht der bereits neunfach Vorbestrafte.
Pullover leuchtet auf dem Überwachungsvideo
Er konnte flüchten, es wurde gefahndet - wäre da nicht seine Tatkleidung gewesen. Der knallgelbe Pullover, der aus dem Überwachungsvideo heraussticht, wurde in Österreich nämlich nur dreimal verkauft. Einmal bestellte ihn der Angeklagte über Amazon und zog ihn dann zu dem Raubüberfall auf die Tankstelle an ...
Wegen Raub, Nötigung und Sachbeschädigung - in seiner „tristen finanziellen Situation“ versuchte er von einem Bekannten 100 Euro Schulden einzutreiben - nun muss er nicht rechtskräftig sechs Jahre ins Gefängnis.
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