Kandidat Ince gibt auf

Erdogan in Umfrage deutlich hinter Herausforderer

Ausland
11.05.2023 13:18

Vor der Präsidentschaftswahl in der Türkei ist Amtsinhaber Recep Tayyip Erdogan in einer Umfrage deutlich hinter seinen Herausforderer Kemal Kilicdaroglu zurückgefallen. Am Donnerstag veröffentlichten Daten des Instituts Konda zufolge sprachen sich 43,7 Prozent der Befragten für Erdogan und 49,3 Prozent für Kilicdaroglu aus. Wenn am Sonntag kein Kandidat die absolute Mehrheit erreicht, ist eine Stichwahl am 28. Mai vorgesehen. Ein weiterer Kandidat, Muharrem Ince, warf indes das Handtuch.  

Die Umfrage deutet darauf hin, dass Erdogans Rivale dann zusätzliche Punkte sammeln könnte. Denn die Anhänger der beiden weiteren Bewerber neigen dem Institut zufolge alternativ mehrheitlich zu einer Unterstützung Kilicdaroglus. In der Umfrage favorisierten 4,8 Prozent Sinan Ogan und 2,2 Prozent Muharrem Ince. Befragt wurden 3.480 Personen am 6. und 7. Mai.

Kemal Kilicdaroglu (Bild: Associated Press)
Kemal Kilicdaroglu

Demokratischer Neuanfang unter Kilicdaroglu erwartet
Nach 20 Jahren unter Präsident Erdogan steht die Türkei am Scheideweg. In Umfragen liefern er und Kilicdaroglu sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die rund 64 Millionen Wahlberechtigten entscheiden bei der Wahl von Präsident und Parlament auch über das künftige politische System. Während Erdogan einen autoritären Führungsstil pflegt, hat Kilicdaroglu einen demokratischen Neuanfang angekündigt.

Weiterer Kandidat zog sich zurück
Noch kurz vor der ersten Runde der Präsidentenwahl in der Türkei stieg der Politiker Ince überraschend aus dem Rennen aus. „Ich ziehe meine Kandidatur zurück“, sagte der Vorsitzende der Partei Memleket (Vaterland) am Donnerstag bei einer Pressekonferenz. In den Umfragen war Ince, ein erklärter Gegner des amtierenden Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, nur bei zwei bis vier Prozent der Stimmen gelegen. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit einer Entscheidung in der ersten Wahlrunde.

Ince sprach in seiner Rede von „verleumderischen“ Aufnahmen. In den vergangenen Tagen waren Korruptionsvorwürfe gegen ihn laut geworden und kompromittierende Bilder aufgetaucht. Ob diese authentisch sind, ist völlig unklar. Neben Erdogan und Kilicdaroglu ist noch Sinan Ogan, Kandidat einer ultranationalistischen Allianz, im Rennen,.

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