Bizarrer Torjubel

Kicker simulieren in Mexiko Kopfschuss – Strafe vom Klub

Fußball
21.10.2011 12:25
Zwei mexikanische Fußballer sind von ihrem Klub Guadalajara für ihren extravaganten Torjubel bestraft worden. Die beiden taten am vergangenen Wochenende nach einem Treffer so, als schieße einer dem anderen in den Kopf (siehe Video). Die Geste sorgte für Empörung in Mexiko, wo es bei Bandenkriegen rivalisierender Drogenkartelle bereits 44.000 Tote gegeben hat.

Beim 5:2-Erfolg über den Stadtrivalen Estudiantes am Samstag hatte De la Mora drei Tore erzielt. Nach dem 2:0 formte er mit den Fingern eine Pistole, hielt den Zeigefinger an die Stirn von Teamkollege Alberto Medina und tat so, als drücke er ab. Medina ließ sich daraufhin auf den Rasen fallen.

"Ich bedaure zutiefst, was passiert ist"
Beide erhielten für die Geste Geldstrafen von umgerechnet jeweils 2.700 Euro. De la Mora spendete am Donnerstag zudem knapp 54.000 Euro an ein Waisenhaus in der nördlichen Grenzstadt Ciudad Juarez. Die beiden Profis zahlten für die Spende das Doppelte ihrer Strafen, den Rest steuerten die Mannschaftskollegen bei. 

"Ich bedauere zutiefst, was passiert ist. Als ich das Video gesehen habe, war ich voller Wut darüber, mit etwas so Heiligem wie dem Leben eines Menschen gespielt zu haben", sagte De la Mora bei der Übergabe der Spende. "Es ist gut, im Fußball zu feiern, aber niemals so. Mein Respekt für ein gewaltfreies Mexiko, für die Mütter und Geschwister der Opfer", fügte der Angreifer hinzu.

Ciudad Juarez ist eine der gewalttätigsten Städte Mexikos und gilt als Hauptumschlagplatz für Drogen, die in die benachbarten USA geschmuggelt werden.

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