Es hätte ein gemütlicher Abend bei gebratenem Wels werden sollen und endete in einem Blutbad. Ein Angler stach in seiner Wohnung in der Wiener Leopoldstadt auf seinen „einzigen Freund“ ein. Diese Woche wurde er im „Landl“ vom Mordversuch freigesprochen. Völlig zum Unverständnis der Frau des Opfers, die sich verzweifelt an die „Krone“ wandte.
„Ich kniete neben meinem Mann, der in der Blutlache lag, während der 70-Jährige unser vier Monate altes Baby nahm und mit dem blutigen Messer in der Hand zur Tür hinauslief.“ Mit diesen Worten meldete sich die Frau des Opfers bei der „Krone". Nachdem der Angreifer diese Woche in Wien vom Mordversuch freigesprochen wurde. Er bekam vier Jahre Haft wegen absichtlich schwerer Körperverletzung.
Plötzlich holte der Gastgeber ein Messer
Zur Erinnerung: Die dreiköpfige Familie war bei dem Angler in Wien-Leopoldstadt zum gemeinsamen Wels-Essen eingeladen. Wegen der starken Alkoholisierung des Gastgebers wollte das Paar die Wohnung vor dem Essen verlassen, als der Mann ein Küchenmesser zog und dem 36-Jährigen in den Hals rammte.
Mein Mann kam mehr tot als lebendig im Spital an. Alle Ärzte applaudierten, als er nach der OP aufwachte.
Die Frau des Opfers zur „Krone“.
Auch die junge Mutter leidet unter der Schreckensnacht
„Er hat tagelang darauf bestanden, dass wir zu ihm kommen. An diesem Abend schärfte der Pensionist zwei Messer, die er versteckte. Ich glaube, er wollte uns beide töten. Als er sah, dass er keine Zeit mehr hatte, beeilte er sich, um zumindest einen von uns umzubringen“, leidet die junge Mutter unter dem Schrecken der Tatnacht.
Ärzte applaudierten, weil Opfer überlebte
„Mein Mann kam mehr tot als lebendig im Spital an. Alle Ärzte applaudierten, als er nach der OP aufwachte.“ Sie selbst sei im Schockzustand in die Psychiatrie eingeliefert worden. Und fragt sich nun: „Wie kann man diesen Verbrecher nach vier Jahren freilassen?“
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