Klaus Mitterdorfer ist der einzige Kandidat für das Amt des ÖFB-Präsidenten, seine Wahl ist nur noch Formsache Was er zur überraschend schnellen Entscheidung sagt und warum er bei Personalentscheidungen noch zuwartet - „Krone“-Interview erklärt er’s. Er sagt, er will „weg von allen Eitelkeiten, hin zum gemeinsamen Weg“.
„Krone“:Am Freitag fuhren Sie als Präsident des Kärntner Fußballverbandes zur Sitzung des Wahlausschusses nach Wien, heim ging es als designierter Präsident des Österreichischen Fußballbundes - ein steiler„Aufstieg“, mit dem keiner so schnell gerechnet hatte.
Klaus Mitterdorfer: Auch ich nicht. Mein Zugang war immer, dass das Amt des ÖFB-Präsidenten für mich zwar vorstellbar ist, ich mich dabei aber weder verbiegen noch anbiedern möchte. Ich hätte auch sehr gut damit leben können, wenn die Mehrheit gemeint hätte, dass eine andere Lösung besser für den österreichischen Fußball ist.
Was glauben Sie, hat für Sie gesprochen, warum ging alles so rasch über die Bühne?
Ich habe immer mit allen offen gesprochen, auch mit der Liga, allen meinen Zugang erklärt. In den letzten Tagen schwirrten einige Namen umher, letztlich ist auf mehreren Ebenen eine gewisse Dynamik in die ganze Sache gekommen, dass es dann so klar war, hat mich auch selbst überrascht,
Man hat das Gefühl, dass man eine schnelle Lösung und klare Kante zeigen wollte.
Das war mir ganz wichtig, dass es dieses Signal einer breiten Mehrheit gab, es sollte nicht der Eindruck einer Notlösung entstehen.
Sie sind sich sicher dessen bewusst, dass Brücken gebaut, Gräben wieder zugeschüttet werden müssen.
Man soll nicht zu viel über die eigenen Stärken reden, aber ich versuche, in den Strukturen, in denen ich mich bewege, eine Team-Orientiertheit hineinzubekommen. Das habe ich von meinen Eltern mit auf den Weg bekommen, ist auch mein Ziel beim ÖFB, beginnt beim Präsidium. Wichtig ist ein gemeinsamer Weg, weg von allen Befindlichkeiten, Eitelkeiten und Machtgegebenheiten. Man soll sich wieder um die Sache kümmern, Spitzensport ebenso wie Amateurfußball.
Sie wissen, dass es beim ÖFB in der obersten Etage „Unstimmigkeiten“ gibt.
Wir haben viele wichtige Themen vor uns, das ist eines davon. Aber wirklich intensiv werde ich mich erst nach meiner Wahl damit befassen, da will ich nicht vorgreifen. Der Hans Gartner hat das bis jetzt interimistisch hervorragend gelöst, wird das bis zur Wahl auch weiter mit Feingefühl machen.
Wichtig ist ein gemeinsamer Weg, weg von allen Befindlichkeiten, Eitelkeiten und Machtgegebenheiten. Man soll sich wieder um die Sache kümmern, Spitzensport ebenso wie Amateurfußball.
Klaus Mitterdorfer
Bleibt uns allen eigentlich nur zu wünschen, dass wir in einem Jahr über die Vorbereitungen des Nationalteams für die EURO 2024 plaudern.
Das hoffe ich, wünsche ich mir so wie jeder heimische Fußballfan auch.
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