Der Zollhafen in Villach-Fürnitz wird in das EU-Kernnetz aufgenommen, um den Ausbau der Schiene weiter zu forcieren. Unterdessen gibt es eine Stellungnahme gegen das geplante Logistikzentrum in Federaun. Zwei Initiativen sehen schützenswerte Auwälder bedroht.
Villach scheint künftig in den Schienen-Korridorkarten der Europäischen Union auf. Im Bemühen, die Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene zu beschleunigen, hat der Verkehrsausschuss des EU-Parlaments die Erneuerung des rechtlichen Rahmens im Transeuropäischen Verkehrsnetz (TEN-V) beschlossen. Der Terminal Villach-Fürnitz wird damit in das Kernnetz aufgenommen.
Bedrohung für Natur befürchtet
Unterdessen gibt es gegen das geplante Logistikzentrum in Federaun eine negative Stellungnahme zur naturschutzrechtlichen Bewilligung. Die Initiativen „Verkehrswende.at“ und „Rett ma die Schütt “ sehen in den Hochwasser-Maßnahmen eine Bedrohung der Feuchtgebiete und Auwald-Bestände. Zudem würde ein Biodiversitäts-Hotspot unter Beton begraben, während das Land mit Lkw-Verkehr geflutet werde, meint Verkehrswende-Obmann Dieter Schmidradler. Seitens der Stadt will man des Ergebnis abwarten. „Die Forderung nach einer UVP entspricht nicht der Rechtslage“, so Wolfgang Kofler, Sprecher der Stadt.
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