Mehrere Monate lang hat ein Serieneinbrecher in Wien sein Unwesen getrieben. Ziel seiner Einbrüche waren Juwelier- und Schmuckgeschäfte bzw. Ateliers in den Bezirken Josefstadt und Neubau, insgesamt 18 Einbrüche seit Dezember werden ihm angelastet. Der Schaden: insgesamt rund 600.000 Euro.
Der 20-Jährige ging bei seinen Taten immer gleich vor. Er verschaffte sich über Glastüren und Auslagen Zugang zu den Geschäften. Ihm wird außerdem vorgeworfen, mit einer gestohlenen Gasflasche versucht zu haben, einen Bankomaten in einem asiatischen Restaurant im Bezirk Neubau zu sprengen. Es entstand erheblicher Sachschaden, an Bargeld kam der Täter aber nicht heran. Zweimal brach er auch in CBD-Stores ein.
Von der Gesamtschadenssumme mit 600.000 Euro entfallen allein auf Sachschäden rund 100.000 Euro, berichtete Polizeisprecher Markus Dittrich.
Beim Verkauf der Beute festgenommen
Auf die Spur des Verdächtigen kamen die Ermittler, als sie feststellten, dass Teile des gestohlenen Schmucks über eine Internetplattform zum Verkauf angeboten worden waren. Nach dem amtsbekannten Afghanen hinter den Angeboten wurde eine Fahndung eingeleitet, er hielt sich jedoch ohne festen Wohnsitz in Österreich auf. Der 20-Jährige wurde schließlich im März 2023 in einem Juweliergeschäft am Alsergrund festgenommen. Dort wollte der junge Mann Schmuck verkaufen, den er zuvor bei einem Einbruch in der Josefstadt gestohlen hatte.
Tiefgarage als Beuteversteck
Der Beschuldigte verweigerte die Aussage, auch zum Verbleib des restlichen Diebesguts schwieg er. Den Ermittlern gelang es aber laut Dittrich durch die Überprüfung von Bewegungsmustern des Mannes, ein Gebiet einzugrenzen und zahlreiche Wertgegenstände in einer Tiefgarage im Bezirk Neubau sicherzustellen. Dort hatte der 20-Jährige die Sachen „überall wo er Hohlräume oder Rohrabdeckungen gefunden hat“ deponiert, berichtete der Polizeisprecher.
Auch Waffen und Aufbewahrungsgläser mit Cannabisblüten wurden beschlagnahmt. Der 20-Jährige befindet sich über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien bereits in einer Justizanstalt. Die Erhebungen hatte das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Mitte, (Gruppe Bürger) geführt.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.