Die Formel 1 und die MotoGP führen Gespräche über ein gemeinsames Rennen. Geliebäugelt wird mit Madrid als Strecke, der Aufwand wäre enorm.
Stefano Domenicali wurde vor drei Wochen in Portugal mit offenen Armen empfangen. Der Formel-1-Boss war zu Gast beim Auftaktrennen der MotoGP. Wer glaubte, dass der Italiener aber nur zum Zielflaggen-Schwenken und als VIP vor Ort war, der irrte gewaltig.
MotoGP-Chef Carmelo Ezpeleta ließ nun beim spanischen Radiosender Cope aufhorchen: „Ich habe mit Stefano Domenicali über die Austragung der Formel 1 und der Motorrad-Meisterschaft am gleichen Wochenende auf der gleichen Strecke gesprochen. Und wir denken darüber nach.“ Das sind Pläne, die auch die Teams beim MotoGP-Rennen am Wochenende in Austin hellhörig werden lassen. Eine Super-Ehe zwischen Formel 1 und MotoGP - wenn womöglich auch nur für ein Rennen - wäre das größte PS-Spektakel der Welt. Geliebäugelt wird mit Madrid als Austragungsort. Ezpeleta hat sogar schon mit dem Madrider Bürgermeister gesprochen.
Der logistische Aufwand für ein derartiges Event wäre enorm. Alleine die Boxen für alle Teams (20 Fahrer in der Formel 1, 22 in der MotoGP) aufzubereiten, wäre eine Herausforderung, benötigte einige Umbauarbeiten. Ezpeleta bremst im Gespräch mit dem spanischen Radiosender (noch) vorsichtig: „Wir müssen einmal abwarten, wir brauchen in der MotoGP ja auch viel größere Auslaufzonen als in der Formel 1.“ Außerdem gibt es aktuell mit drei spanischen Rennstrecken (Barcelona, Jerez und Valencia) bis 2027 noch laufende Verträge.
Alles für die Show
Ob das für die Idee der „Super-Ehe“ am Ende tatsächlich relevant ist, wird sich zeigen. Immerhin wollen derzeit alle mehr Show, größere Events und immer mehr Spektakel …
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