Nach jahrelangem Streben um die Einführung von Skifliegen für Frauen fand in der vergangenen Saison die Premiere auf dem Weltrekordbakken von Vikersund statt. Dass dies so lange dauerte, ärgert Skisprung-Star Halvor Egner Granerud. Der Gesamtweltcup-Sieger kritisiert die FIS: „Es ist nervig, dass alles so langsam vorangeht!“
„Ich denke, dass alles großartig gelaufen ist. Meiner Meinung nach war es eines der wichtigsten Wochenenden in der Geschichte des Skispringens“, meint der Norweger im Interview mit dem Portal „sportsinwinter.pl“. Man sei auf dem richtigen Weg.
Doch es gibt auch Kritik an der FIS vom derzeit besten Skispringer der Gegenwart. „Es ist nur nervig, dass alles so langsam vorangeht. Ich wünschte mir, dass es solche Wettkämpfe häufiger geben würde. Es ist keine Überraschung, dass die 15 besten Frauen fliegen können. Und das kann auch für die schwächeren Springerinnen eine Motivation sein“, so Granerud.
„Sprung war besser als der von den Männern“
Große Unterschiede bei Männern und Frauen gebe es nicht. Granerud nennt auch ein Beispiel. „ Ema Klinec ist aus Luke 14 auf 222 Meter gesprungen. Das habe ich auch gemacht. Vielleicht bei anderen Bedingungen, aber ich habe Statistiken gesehen, nach denen ihr bester Sprung besser als der der Männer war“, findet er deutliche Worte.
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