Nach Drohnenabsturz

Kreml stimmt Schutzzone um AKW Saporischschja zu

Ukraine-Krieg
05.04.2023 14:15

Die russische Regierung unterstützt nach eigenen Angaben eine Schutzzone um das Atomkraftwerk Saporischschja im Süden der Ukraine. Man werde daran arbeiten, die Initiative von IAEA-Chef Rafael Grossi umzusetzen, hieß es am Mittwoch. Erst kürzlich war in der Nähe des Kraftwerks eine ukrainische Drohne abgestürzt.

Das größte Atomkraftwerk Europas wird immer wieder beschossen und musste schon mehrfach über den Notstrombetrieb mit Dieselgeneratoren versorgt werden. Inzwischen wurde es in den Kaltbetrieb versetzt, die Reaktoren sind heruntergefahren und die Anlage wird von außen mit Strom versorgt. 

Um die Gefahr einer nuklearen Katastrophe zu bannen, versucht die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) seit vergangenem Jahr, eine Schutzzone rund um das besetzte Kraftwerk zu errichten. Chef Rafael Grossi war bereits zweimal vor Ort - zuerst im September vergangenen Jahres, nun Ende März. Am Mittwoch wurde bekannt, dass die russische Regierung einer solchen Schutzzone zustimmt. Moskau sei bereit, an der Initiative von Grossi mitzuarbeiten, hieß es nach einem gemeinsamen Treffen in Kaliningrad.

Gemeinsame Sicherheitsregeln
Es gehe darum, sich auf gemeinsame Sicherheitsregeln zu einigen. Die Anlage darf demnach weder beschossen werden noch als Basis für Angriffe dienen. Grossi traf sich in Kaliningrad mit dem Rosatom-Direktor Alexej Lichatschow, dem Chef der technischen Aufsichtsbehörde, Alexander Trembitzki, sowie Vertreterinnen und Vertretern des russischen Militärs, der Nationalgarde und des Außenministeriums.

In der Ukraine sprach der IAEA-Chef vergangene Woche mit Präsident Wolodymyr Selenskyj. In den Gesprächen habe er darauf hingewiesen, wie dringend es sei, eine Lösung für das Kernkraftwerk zu finden. Kurz vor Grossis Besuch war nach russischen Angaben in der Nähe des AKW eine ukrainische Drohne abgestürzt. Sie stamme aus polnischer Produktion und habe mehr als zwei Kilogramm gewogen, berichtete die Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Wann die Drohne genau abgestürzt sein soll, wurde nicht erwähnt.

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