Österreichs Mehrpersonenhaushalte sind 2022 um 27.000 gestiegen. Das Plus sei größer als bei Einpersonenhaushalten (21.000), berichtete die Statistik Austria am Freitag. Ein Grund dürfte unter anderem die Zuwanderung sein.
In Österreich gab es im Vorjahr 4.067.000 Privathaushalte. Diese setzen sich aus 2.521.000 Mehrpersonen- und 1.546.000 Einpersonenhaushalten zusammen, wie aus den Berechnungen auf Basis der Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung hervorgeht. Vertreterinnen und Vertreter von Statistik Austria machten darauf aufmerksam, dass sich die Formen des Zusammenlebens verändern. Obwohl beim Begriff „Haushalt“ viele Menschen an ein Paar mit einem oder mehreren Kindern denken, entsprach im Vorjahr nur etwas mehr als ein Viertel (27 Prozent) diesem Bild. Knapp dahinter landeten bereits Paare, die (wieder) ohne Kinder zusammenwohnen.
Nur wenige wohnen in WGs
Bei den Nichtfamilienhaushalten dominieren hingegen eindeutig die Einpersonenhaushalte mit 38 Prozent aller Privathaushalte. Mehrpersonenhaushalte wie Wohngemeinschaft spielen hier mit einem Anteil von zwei Prozent kaum eine Rolle. Insgesamt sind die Mehrpersonenhaushalte laut Statistik Austria stärker gestiegen als die Einpersonenhaushalte. Das wird unter anderem auf die Zuwanderung zurückgeführt. In 31.000 Privathaushalten lebte im Vorjahr mindestens ein zugezogener Mensch.
Österreichs Bevölkerung ist 2022 insgesamt gewachsen und liegt nun bei fast neun Millionen Menschen.
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