Mi, 26. September 2018

Gebrochene Herzen

08.09.2011 13:51

Studie: Eltern, die ein Baby verlieren, sterben früher

Ein Kindstod im ersten Jahr nach der Geburt bricht Eltern oft das Herz und erhöht dramatisch deren Risiko, ebenfalls früh zu sterben. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung eines Forscherteams um Mairi Harper von der Universität York, das Sterbestatistiken von Müttern und Vätern in England, Wales und Schottland analysiert hat.

Demnach haben Eltern, deren Babys tot zur Welt kommen oder in den ersten Lebensmonaten sterben, ein deutlich höheres Risiko, in den darauffolgenden 15 Jahren selbst zu sterben beziehungsweise ihren Partner zu verlieren, so die Wissenschaftler.

Vor allem Müttern, die ihr Neugeborenes verlieren, droht demnach ein früher Tod - während sie in England und Wales mit viermal höherer Wahrscheinlichkeit vorzeitig starben, war die Gefahr in Schottland sogar sechsmal höher. Nach 25 Jahren war die Wahrscheinlichkeit, selbst zu sterben, für die Mütter immerhin noch 50 Prozent höher als bei Eltern, deren Kind lebte.

Alkoholmissbrauch als mögliche Erklärung
Warum Eltern vergleichsweise öfter einen früher Tod sterben, wenn sie ihr Neugeborenes verloren haben, konnten die Forscher im Rahmen ihrer Studie nicht feststellen, weil die zugrundeliegenden Aufzeichnungen keinen Aufschluss darüber lieferten. Die Wissenschaftler um Harper nehmen aber an, dass Alkoholmissbrauch eine Rolle spielen könnte oder Betroffene sich häufiger das Leben nehmen als Eltern, deren Kinder leben.

Eine weitere Erklärung wäre demnach, dass Eltern, die eine Totgeburt oder den Tod ihres Babys im ersten Lebensjahr erleiden, selbst nicht gesund sind, so die Forscher in der Studie, die in der Fachzeitschrift "BMJ Supportive and Palliative Care" veröffentlicht wurde.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.