Kosmetikkette pleite

Kein Ende der Grazer Leerstands-Misere in Sicht

Steiermark
15.01.2026 08:00

Mit der Insolvenz von The Body Shop droht das nächste Geschäft in zentraler Lage in Graz zu schließen. Nachmieter für Filialen lassen sich nur schwer finden – das gilt auch für die leer stehenden Flächen von Benetton.

Am Dienstag gab es die nächste Hiobsbotschaft für die Grazer Innenstadt: Die internationale Kosmetikkette The Body Shop ist insolvent. Betroffen sind 100 österreichische Mitarbeiter an zwölf Standorten – darunter einer in bester Lage am Hauptplatz gleich neben dem Juwelier Weikhard.

Dabei handelt es sich um keinen Einzelfall. In jüngerer Zeit verabschiedeten sich zahlreiche Betriebe aus der steirischen Landeshauptstadt: Benetton, Salamander, Stiefelkönig, Zara – die Liste ist lang. Auch H&M schloss eine Filiale am Hauptplatz.

Im Sommer 2026 möchte Thalia auf den Flächen von H&M aufsperren.
Im Sommer 2026 möchte Thalia auf den Flächen von H&M aufsperren.(Bild: Jürgen Fuchs)

Beim Flanieren werden einem die vielen Leerstände schmerzlich bewusst. Und die Suche nach Nachmietern für die Geschäftsflächen wird immer härter. Das gilt auch für die Benetton-Filiale in der Herrengasse: Bisher gibt es noch keine Interessenten, bestätigt man bei der Diözese Graz-Seckau, der die Immobilie gehört. „Wir sind noch dabei, die Flächen zu renovieren, aber offen für Anfragen“, sagt Thomas Stanzer.

Die Benetton-Filiale in der Herrengasse hat bisher noch keinen Nachmieter.
Die Benetton-Filiale in der Herrengasse hat bisher noch keinen Nachmieter.(Bild: Jürgen Fuchs)

Dem Problem mit den Leerständen will sich auch die neue Grazer Citymanagerin widmen. Elisa-Maria Steinberger ist seit Dezember im Amt und sagt: „Ich habe mir zur Aufgabe gemacht, mit allen Immobilieneigentümern ins Gespräch zu kommen.“ In den kommenden 14 Tagen habe sie Termine mit Diözese, Grawe, Sparkasse und Co.

Steinberger fordert von den Eigentümern faire Mietpreise und gleichzeitig von den Betrieben zeitgemäße Geschäftsmodelle. „Handel ist im Jahr 2026 nicht mehr so einfach wie früher.“ Als Positivbeispiel nennt sie die neuen, geplanten Filialen von Manufactum und Thalia am Hauptplatz, die etwa auch auf Selbstbedienungskassen setzen. Der Buchhändler möchte im Sommer 2026 aufsperren.

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