Wohnlage in Kärnten

Kärnten fördert Sanierungen statt Neubauten

Kärnten
15.01.2026 08:00

60 Prozent im Eigentum, doch mehr als die Hälfte der Häuser sind alt. Das Land will jetzt einmal mehr Sanierungen fördern statt Neubauten. Und hat neue Richtlinien aufgelegt.

Fast 50 Prozent der Kärntnerinnen und Kärntner leben in Eigenheimen. Weitere zehn Prozent verfügen über Wohnungseigentum; und bei den Mietwohnungen sind zwei Drittel „gemeinnützig“. So ist die Wohnsituation im Land. Und noch weitere Zahlen: In Kärnten werden exakt 164.207 Wohngebäude gezählt, 118.000 davon sind Einfamilienhäuser. Was auffällt: 57 Prozent der Gebäude wurden schon vor 1980 errichtet, 43 Prozent vor 1970, ein Sechstel sogar vor 1944. Es ist also von Sanierungsbedarf auszugehen.

Neue Sanierungsrichtlinien
Soweit die Fakten, die das Land nun veranlassten, neue Anreize zu schaffen, um Neubauten einzubremsen. „Wir bauen zu viel, sanieren zu wenig“, konstatiert die zuständige Referentin LH-Stv. Gaby Schaunig und ist sich sicher, dass die neuen, seit Jahresbeginn geltenden Sanierungsrichtlinien Wirkung zeigen werden.

Es geht um fünf Förderungen, die nun klarer und leichter erreichbar sind:

  • Sanierungsmaßnahmen zur Einsparung von Energie

  • Förderungen von energieeffizienter Haustechnik
  • Förderung von Maßnahmen zu Barrierefreiheit
  • Förderung des Kaufs von Altobjekten, und
  • Austausch von fossilen Heizanlagen.

Die Förderungen sind nun übrigens kombinierbar und können auch in Staffeln umgesetzt werden.

Basis für die Sanierungsförderung ist ein „Kärntner Sanierungs-Euro“: ein Euro pro Quadratmeter pro jährlich eingesparter Kilowattstunde. Berechnet wird mittels Energieausweis. Extrageld gibt’s noch, wenn ein besonders guter Energiewert erreicht wird oder das Haus unter Denkmalschutz steht.

Sanierung von großen Häusern
Und es gibt auch die Möglichkeit, Häuser zu sanieren, die mehr als eine Wohneinheit haben. Viele Ältere bewohnen nämlich für sie eigentlich zu große Objekte, die teilbar wären; was Kostendruck nimmt und Wohnraum für Jüngere schafft.

Zitat Icon

Viele Häuser werden in den nächsten Jahren auf den Markt kommen. Da ist Sanierung das beste Konzept für die Zukunft. Sonst wird Kärnten zubetoniert.

LH-Stv. Gaby Schaunig

Apropos Sanierung großer Gebäude: Hier ist das Projekt „Essl“ in Hermagor für Gaby Schaunig ein Paradebeispiel. Ein Bestandsobjekt wird in der Grundstruktur belassen, aber hergerichtet und dort leistbarer Wohnraum geschaffen. Übrigens: Alle Informationen und die Möglichkeiten zum Einreichen finden sich auf www.ktn.gv.at.

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