Nach Gipfel in den USA

Erste Truppen aus Europa in Grönland gelandet

Außenpolitik
15.01.2026 07:02
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nachdem der Grönland-Gipfel in den USA gescheitert ist, sind bereits die ersten Soldaten auf der größten Insel der Welt gelandet. Am Zivilflughafen in Nuuk traf ein Hercules-Militärflugzeug aus Dänemark ein. An Bord waren neben dänischen auch Soldaten aus Frankreich.

Ein weiteres Militärflugzeug aus Dänemark traf etwa zeitgleich am Militärstützpunkt in Kangerlussuaq ein. Die beiden Maschinen sollen sowohl Kennung als auch Ortung bei dem Flug ausgeschaltet haben, wie ein „Bild“-Reporter auf X berichtete.

Frankreich will NATO-Präsenz zeigen
Auch die ersten französischen Soldaten trafen in der grönländischen Hauptstadt Nuuk ein. Etwa 15 Gebirgsjäger seien vor Ort, um eine gemeinsame Militärübung mit Soldaten anderer europäischer Länder vorzubereiten, sagte der französische Botschafter für den Nord- und Südpol, Olivier Poivre d‘Arvor, am Donnerstag dem Sender France Info. Ziel sei es, „den USA zu zeigen, dass die NATO in Grönland präsent ist“, sagte Poivre d‘Arvor.

Die deutsche Bundeswehr hatte am Mittwoch die Entsendung von 13 Soldaten nach Grönland angekündigt. Den Angaben zufolge sollen sie dort die „Rahmenbedingungen für mögliche militärische Beiträge zur Unterstützung Dänemarks bei der Gewährleistung der Sicherheit in der Region“ erkunden. Dabei gehe es etwa um Fähigkeiten zur Seeraumüberwachung.

Um das dünn besiedelte Grönland ist ein Machtpoker entbrannt.
Um das dünn besiedelte Grönland ist ein Machtpoker entbrannt.(Bild: AP/Evgeniy Maloletka)

Außenminister Dänemarks ortet „fundamentale Meinungsverschiedenheit“ 
Zuvor war der Grönland-Gipfel im Weißen Haus gescheitert – nach dem Treffen zwischen USA, Dänemark und Grönland erklärte der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen, dass US-Präsident Donald Trump die Insel weiterhin „erobern“ wolle. Es bestehe eine „fundamentale Meinungsverschiedenheit“. „Wir sind uns einig, dass wir uns nicht einig sind“, erklärte Rasmussen. 

Der dänische Minister hofft jedoch weiterhin auf eine Lösung. „Die Gruppe sollte sich unserer Ansicht nach darauf konzentrieren, wie die Sicherheitsbedenken der USA berücksichtigt werden können“, so Rasmussen. Die grönländischen Außenministerin Vivian Motzfeldt betonte, man sei Verbündeter und Freund der USA. Es sei nun von Bedeutung, wieder eine normale Beziehung zu den USA aufzubauen.

Macron reagiert auf Trumps Drohungen
Das weitgehend autonome Grönland gehört zum Staatsgebiet Dänemarks, einem NATO-Mitglied. US-Präsident Donald Trump will die riesige Arktis-Insel jedoch den USA einverleiben. Auf seine Drohungen ging Macron am Mittwoch in einer Sitzung ein. Wenn die Souveränität eines europäischen und verbündeten Landes berührt würde, wären die daraus folgenden Konsequenzen beispiellos, sagte Macron. Frankreich verfolge die Situation mit größter Aufmerksamkeit und werde seine Maßnahmen in voller Solidarität mit Dänemark und seiner Souveränität ergreifen.

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