Zehntausende Patienten in der Wiener Donaustadt bangen: Dem radiologischen Zentrum in der Langobardenstraße droht jetzt das Aus. Eine rechtliche Prüfung der ÖGK könnte die Rettung sein ...
Es ist früher Nachmittag in der Donaustadt. Im Wartezimmer der radiologischen Ordination Stadlau stapeln sich nicht nur die Überweisungen, sondern auch die Sorgen. Denn über der Praxis schwebt ein Damoklesschwert: Seit Monaten kämpft der Standort um die Fortführung. Nicht wegen fehlender Patienten, nicht wegen mangelnder Geräte – sondern wegen Genehmigungen.
Im Detail: Ende des Quartals scheidet der bisherige Vertragsarzt altersbedingt aus dem Kassenvertrag aus und mit seinem Pensionsantritt endet auch die bestehende ÖGK-Vereinbarung.
100.000 Untersuchungen im Jahr, wer soll das machen?
Ohne rechtzeitige Entscheidung über einen Weiterbetrieb besteht daher die Gefahr, dass die Ordination mit Ende März faktisch schließen muss, obwohl der Standort medizinisch voll leistungsfähig ist und dringend benötigt wird: 100.000 Untersuchungen werden hier pro Jahr rasch und unkompliziert durchgeführt.
Die Patienten sind fassungslos: „Dieses Zentrum muss unbedingt bleiben, hier ist man perfekt angebunden und behindertengerecht ausgestattet. Wer soll so einen guten Service in Zukunft anbieten?“, fragt sich Sandra Meixner (56) im Gespräch.
Es gibt hier keine Alternative! Dieses Zentrum hat alles, was man braucht und wir kämpfen dafür.

Sandra Meixner (56) aus Aspang
Bild: Mario Urbantschitsch
Auf Nachfrage der „Krone“ beruhigt die Gesundheitskasse: „Die ÖGK strebt eine Fortführung des Standorts an.“ Es sei jedoch noch eine rechtliche Prüfung erforderlich.
Der Ball liegt aber auch bei der Wiener Ärztekammer, es bleibt also ein K(r)ampf ...
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.