„Krone“-Interview

Anna Gasser: „Der Schnaps war furchtbar grauslich“

Wintersport
09.03.2023 22:21

Snowboard-Königin Anna Gasser sprach mit der „Krone“ nach der Rückkehr über ihren zweiten WM-Titel, die Gold-Party und ihre neuen Projekte.

Die Trainingstage waren „schrecklich“ gewesen, die Athleten waren bereits vor dem Start mental und körperlich an ihre Grenzen gelangt. Und auch am großen Tag waren die Bedingungen extrem schwierig, der Sieg von Anna Gasser, der bereits vor dem letzten Sprung festgestanden war, dennoch keine Überraschung: Die 31-jährige Kärntnerin krönte sich im georgischen Bakuriani durch den Erfolg im Big Air zur Doppelweltmeisterin, bereits 2017 hatte sie im Sprungspektakel auf dem Snowboard triumphiert. Nach ihrer Rückkehr sprach Gasser, die auch Doppelolympiasiegerin ist, mit der „Krone“ über

  • den WM-Triumph: Es war sehr cool, weil die Freeskier zum ersten Mal bei einem Großereignis eine Medaille gemacht haben. Die waren auch noch dabei, genauso wie die Boardercrosser. Wir waren an der Hotel-Bar und haben irgendeinen georgischen Schnaps getrunken. Aber nur mein Pflichtstamperl - weil er einfach furchtbar grauslich war.
  • die Rückkehr: Unser Flug war am Montag um vier Uhr Früh, wir haben Sonntag durchgemacht und sind dann am Montagfrüh in München gelandet, haben auf dem Flughafen noch gefrühstückt. Zu Hause bei Mama, Papa und meiner Schwester hat es dann noch einen Kuchen gegeben.
  • die nächsten Ziele: Ich bin schon wieder am Berg. Beim Sturz vor dem Finale hat’s meine Schulter ordentlich erwischt. Das hab ich durch das Adrenalin beim Wettkampf gar nicht gespürt, dafür jetzt umso mehr. Wir sind in Flachau beim Spring Battle. Ein Bewerb, wo man vier Tage Zeit hat, seine besten Tricks zu filmen. Eine Jury bewertet das dann.

„Mehr wert als Siege“

  • unerfüllte Wünsche: Mein Freund Clemens und ich würden uns gerne einen Grund kaufen. Aber das ist nicht so leicht am Millstättersee. Es gibt um den See nicht mehr viel.
  • ihr Kino-Projekt: Wir machen mit ein paar Snowboardern gemeinsam einen Snowboard-Action-Film. Dazu wollen wir im März noch zwei Wochen am Arlberg drehen und dann hoffentlich im September Premiere feiern.
  • ihre Vorbildfunktion: Ich merke schon, dass ich ein Vorbild bin, die Jungen sehen mich als Inspiration. Das ist oft mehr wert als Siege, aber du musst aufpassen, wie du dich in bestimmten Situationen verhältst.
  • ihre Themen als Milka-Markenbotschafterin: Man soll zart sein - für mich ist das nicht nur ein Werbeslogan. Für mich heißt das, dass man sich gegenseitig unterstützen soll. Das verkörpert mein Sport sehr gut. Wir schließen auch als Konkurrentinnen immer Freundschaft.
  • den Platz für ihre WM-Goldene: Lustige Geschichte! Denn die Medaille hab ich schon fast verloren. Mein Banderl ist gerissen. Dann hatte ich Medaille und Band in der Hand und sie anscheinend verlegt und das gute Stück bei der Dopingkontrolle vergessen. Beim Zusammenpacken im Hotel bin ich draufgekommen. Ich hab sie aber einen Tag später wieder bekommen. Und derzeit liegt sie auf dem Esstisch.
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