Drohte Hand abzuhacken

Nach Verweis: Obdachloser zückt Waffe vor Heim

Wien
19.02.2023 15:15
Porträt von krone.at
Von krone.at

Festnahme in einer Obdachlosenunterkunft in Wien-Mariahilf: Weil sich ein 57-jähriger Mann am Samstag bei der Frühstücksausgabe gegen 10.15 Uhr störrisch verhielt und einen Tisch umwarf, wurde er von einem Betreuer und einem Sicherheitsmitarbeiter der Einrichtung verwiesen. Er erhielt ein Hausverbot. Das hielt den Mann jedoch nicht davon ab, zwei Stunden später wieder zurückzukehren - mit einem Fleischerbeil.

Als der 57-jährige Mann aus der Slowakei kurz Zeit - nachdem er aus der Unterkunft verwiesen wurde - wieder zurückkehrte, wiesen der 38-jährige Betreuer der Einrichtung und der 23-jährige Sicherheitsmitarbeiter ihn vom Gelände. Das passte dem Mann jedoch gar nicht und zückte laut Angaben der Polizei ein Fleischerbeil aus seinem Einkaufs-Trolley. 

Drohte mit Gesten Hand abzuhacken
Der 57-Jährige soll die beiden Männer mit der Waffe bedroht haben. Durch beruhigendes Einreden gelang es den Männern jedoch, den 57-Jährigen dazu zu bringen, das Gelände der Einrichtung zu verlassen. Aus einiger Entfernung habe der Sicherheitsmitarbeiter dann gesehen, wie sich der Slowake zu ihm umgedreht und erneut das Fleischerbeil aus seinem Trolley genommen habe. Anschließend habe er ihn durch Gesten das Abhacken der Hand angedroht und sei dann geflüchtet.

Der Betreuer alarmierte daraufhin die Polizei. Den Beamten der Sondereinheit WEGA gelang es rasch, den Beschuldigten im Bereich der U-Bahnstation Gumpendorfer Straße festzunehmen. Das Fleischerbeil wurde ihm abgenommen. Der Obdachlose bestreitet die Tat. Nach der polizeilichen Vernehmung wurde er über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien auf freiem Fuß angezeigt.

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