Nach dem Amoklauf eines Irakers sitzen bei der Polizei die Dienstpistolen anscheinend lockerer: Ein Schreckschuss stoppte in Linz die Flucht eines Gewalttäters. Der Rumäne hatte zuvor seine Ex-Frau geschlagen. Der Verdächtige wurde bereits seit November wegen Einbruchs gesucht. Damals war er entkommen.
Am Donnerstag kurz vor 8 Uhr früh kam es in einer Linzer Wohnung zwischen einem 38-Jährigen und seiner 36-jährigen rumänischen Ex-Frau zu einem Streit, wobei es zu Handgreiflichkeiten kam. Daraufhin flüchtete der 38-Jährige. Die Frau verständigte die Polizei, woraufhin die Anzeige aufgenommen und nach dem Mann gefahndet wurde. Ein paar Stunden später verständigte die 36-Jährige die Polizei und gab den Aufenthaltsort ihres Ex-Mannes bekannt, den sie von einer Angehörigen erfuhr.
Festnahmeanordnung lag bereits vor
Gegen den Ex-Mann lag zudem von der Staatsanwaltschaft Linz eine Festnahmeanordnung auf. Eine Linzer Polizeistreife fuhr gemeinsam mit einer SIG-Streife zur besagten Wohnadresse im Linzer Süden, um Nachschau nach ihm zu halten. Dabei flüchtete der Mann durch ein Fenster aus der Wohnung und lief davon. Weitere Polizisten, die vor dem Haus warteten, nahmen sofort die Verfolgung auf.
Nur teil geständig
Nachdem der Flüchtige trotz Aufforderung stehen zu bleiben weiter lief, gab ein Polizist einen Schreckschuss ins lockere Erdreich ab - der gesuchte Mann konnte sodann festgenommen werden. Die Festnahmeanordnung wurde zuvor von der Staatsanwaltschaft Linz erwirkt, nachdem der 38-Jährige im November 2022 nach einem zweifachen Dieseltankdiebstahl in Laakirchen von der Polizei erwischt und verfolgt wurde, wobei er zunächst flüchtete. Der 38-Jährige zeigte sich bei seiner Einvernahme nur teil geständig und wurde in die Justizanstalt Linz überstellt.
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