Wie sehr ist unser Fußball in Gefahr? Grund für diese Frage ist die stetig sinkende Zahl ehrenamtlicher Funktionäre, die die Strukturen in den Klubs am Leben erhalten. Weshalb der OÖ-Verband neue Wege einschlägt – von einer Frauen-Offensive, über eine Legenden-Liga bis hin zu Walking-Football.
Nur 18 Tage nachdem der OÖFV in Gmunden vorm Auftakt einer Hobby-Liga für Mädchen eine Ausbildung für weibliche Trainerinnen und Fortbildung nur für weibliche Funktionäre angekündigt hatte, präsentierte der Fußball-Landesverband nun die Einführung einer Legenden-Liga. Vorerst als Pilotprojekt in jeweils einer Region im Mühl-, Inn- und Traunviertel für Ü30-Spieler.
Wobei noch ganz vieles zu evaluieren ist: Etwa ob auf Groß-, Klein oder Halbfeld gespielt werden soll? Mit elf, neun oder sieben Spielern – oder je nach Möglichkeiten flexibel? Gleiches gilt für das Einstiegsalter, wobei für OÖFV-Präsident Gerhard Götschhofer später auch Altersabstufungen und damit Altersgruppen vorstellbar sind bzw. eine Walking-Football-League für Ü50-Kicker und Senioren
Was neben Spaß und Freud’ im sportlichen und gesellschaftlichen Bereich allen voran ein Ziel verfolgt: Spieler auch in höherem Alter im Klub zu halten oder vielleicht sogar Spätberufene zu einem Verein zu bringen. Mit dem Hintergedanken, die überall sinkende Anzahl ehrenamtlich Funktionäre aufzufangen.
Regionalliga-Mitte-Klub als warnendes Beispiel
Wozu auch die eingangs erwähnte Frauenfußball-Offensive beitragen soll. Dass dies alles für Vereine nicht nur langfristig überlebenswichtig werden könnte, zeigt nun ein brandaktuelles Beispiel: Die TUS Bad Gleichenberg gab bekannt, sich im Sommer nicht nur aus der Regionalliga-Mitte zurückzuziehen, sondern den Betrieb der Kampfmannschaft generell einzustellen. Trainer Peter Hochleitner zu einem der Beweggründe: „Leider ist es uns nicht gelungen, dauerhaft Funktionäre zu finden, die bei uns Fußball auf diesen Niveau weiterführen“
Umso wichtiger sind die Angebote des OÖFV.
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