Im Salzburger Uniklinikum sind weiterhin 160 Betten wegen Personalmangels gesperrt. Um die Spitäler zu entlasten bräuchte es laut Sebastian Huber (Neos) mehr niedergelassene Ärzte.
Salzburgs Spitäler sind wie berichtet weiter ausgelastet. Die Personalsituation macht es nötig, allein am Uniklinikum 160 Betten zu sperren. Zurzeit machen den Verantwortlichen mit Corona, Influenza und RSV gleich drei Infektionskrankheiten zu schaffen. Durch die angespannte Personallage wird sich das auch in Zukunft nicht wesentlich ändern, auch wenn die Landeskliniken 200 zusätzliche Stellen besetzen könnten.
Ein Lösungsvorschlag, der zumindest mittelfristig helfen könnte, kommt vom Arzt und zweiten Landtagspräsidenten Sebastian Huber (Neos). Um mehr Ärzte für den niedergelassenen Bereich gewinnen zu können, würde er Lehrpraxen, in denen junge Ärzte Erfahrung sammeln können, ausbauen. Mehr niedergelassene Ärzte würden die Spitäler entlasten, so die Schlussfolgerung.
„Die Attraktivierung sowie der Ausbau der Lehrpraxisförderung, auch für weitere medizinische Mangelfächer wie etwa Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik ist daher unbedingt notwendig“, so Huber. Das würde unter anderem auch die Bereiche Gynäkologie und Augenheilkunde betreffen - um jungen Ärzten auch den niedergelassenen Bereich schmackhaft zu machen.
So müsse es laut Huber auch finanziell attraktiver werden: „Der bestehende EU-Fördertopf RFF sollte auch für alle Haus- und Vertrauensärzte zur Verfügung stehen.“ Finanzielle Mittel könnten auch aus Salzburg kommen - jene Millionen, die aus Rücklagen der GKK in die ÖGK gelaufen sind
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