Der Verbund und seine Kraftwerke in Kaprun kommen nicht aus den Schlagzeilen. Nun muss der Energieriese seinen kleinen Stausee auslassen.
Schon bisher wurden mehr als 30.000 Kubikmeter Sedimentgestein aus dem Klammsee in Kaprun gebaggert. Aber das war noch viel zu wenig. Seit Öffnen der Schleusen der zwei großen Verbund-Stauseen Mooser- und Wasserfallboden werden die Ablagerungen immer mehr. Nun zieht der Energiekonzern die Reißleine und öffnet auch die Schleusen des Klammsees.
Seit Mittwoch werden rund 38 Millionen Liter Wasser aus dem Klammsee abgelassen. Dies soll die Kapruner Ache aber nicht noch mehr belasten, so der Verbund. Der kleine Gebirgsbach war in den vergangenen Wochen mehrfach an seine Grenzen geraten, die „Krone“ berichtete.
Ist das Wasser abgelassen, werden Bagger in den kommenden vier Wochen das Material vom Seegrund abtragen. Das soll die drohende Verlandung des Stausees verhindern. Schlamm und Sedimentgestein werden auf einer nahen landwirtschaftlich genutzten Wiese zwischengelagert.
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