Die Sommerszene will heuer einen Perspektivwechsel vornehmen. Das tut sie, indem sie unter anderem den Sebastiansfriedhof in der Linzergasse zur Bühne macht. Dort greift das Künstlernetzwerk ohnetitel Hofmannsthals „Jedermann“ neu auf.
Am Friedhofsgelände entsteht eine Tischgesellschaft mit 50 Einzeltischen. Platznehmen werden zeitgemäße Entsprechungen der im Stück auftretenden Charaktere – wie etwa Buhlschaft und Tod. Das Publikum kann sich zu diesen Pendants an den Tisch setzen und sich mit ihnen über ihr Tun im echten Leben – unter anderem als Liebesdienerin im Rotlichtmilieu oder als Bestatter, unterhalten.
Silent Disco unter der riesigen Weltkugel
Wer die Schweigsamkeit bevorzugt, kann sich auf die Kunstinstallation „Gaia“ von Luke Jerram freuen. In der Kollegienkirche setzt der britische Künstler eine riesige, dreidimensionale Abbildung der Weltkugel in Szene. Darunter wird am 15. Juni ab 21.00 Uhr in der Silent Disco, also mit Musik die ausschließlich über Kopfhörer zu hören sein wird, getanzt.
Ein Tanzstück eröffnet die heurige Sommerszene am 4. Juni auch offiziell. Der portugiesische Choreograf Marco da Silva Ferreira lässt seine zehn Tänzer zwischen traditionellen Volkstänzen und urbanen Tanzstilen wie Waacking und Kuduro hin und her schweben. Wer sich beim Zuschauen kaum mehr auf den Sesseln halten kann, dem sei gesagt: Es gibt noch eine anschließende After-Show-Party mit DJ Nelsoniq.
Die Sommerszene findet heuer vom 4. bis zum 16. Juni statt. Gezeigt werden insgesamt 13 Produktionen.
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