Furchtbare Skiunfälle

Pisten gut in Schuss, aber abseits lauert der Tod

Österreich
29.12.2022 20:05

Die mit Kunstschnee präparierten Pisten sind überwiegend gut in Schuss, unmittelbar daneben ist das Gelände meist aper. Dort bedeuten Steine und Baumstümpfe absolute Lebensgefahr.

Die schrecklichen Unfälle vom Christtag im Tiroler Zillertal, als eine Zwölfjährige abseits der Piste in einen Baum fuhr, und von Mittwoch im Skigebiet Steinplatte im Tiroler Waidring, bei dem zwei 17-jährige deutsche Skifahrer von der Piste abkamen und sich im aperen Gelände tödlich verletzten, machte klar: Abseits der Pisten lauert derzeit der Tod.

„Selbst Graspolster sind hart wie Stein“
„Dank des Kunstschnees kann man auf den Pisten sehr gut Ski fahren, gleich daneben liegt aber meist kein Schnee. Steine und Baumstümpfe sind nicht zugeschneit, das Gelände ist gefroren. Daher sind selbst Graspolster hart wie Stein“, warnt Andreas Steurer, Leiter der Alpinpolizei im Bezirk Kitzbühel.

Die Skifahrer und Snowboarder überschätzen laut Steurer leider oft ihr eigenes Können. In Kombination mit der aktuell hohen Frequenz auf den Pisten würden gefährliche Situationen entstehen und Unfälle passieren. Er appelliert an die Wintersportler, die Geschwindigkeit den Verhältnissen anzupassen.

Warnung auch vor Skitouren
Wegen der miserablen Schneelage warnt Christian Eder, Ausbildungsleiter der Tiroler Bergrettung, vor Skitouren. „Nur oberflächlich zugeschneite Steine bedeuten ein hohes Sturz- und Verletzungsrisiko“, sagt der Experte.

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