Ausblick auf 2023

„Wer ein E-Bike will, sollte es jetzt kaufen!“

Radkrone
12.12.2022 16:23

Lieferprobleme, Teuerung & Co.: Wir fragten bei Händlern in Österreich nach, wie sich der Radmarkt 2023 entwickeln wird.

Alles wird im kommenden Jahr teurer - natürlich auch die Fahrräder. Noch haben die Hersteller zwar nichts Konkretes kommuniziert, dennoch rechnet die Bikebranche mit Steigerungen zwischen fünf und 15 Prozent. „Je nach Modell gehen wir von einer Teuerung von 300 bis 400 Euro aus“, so der Kärntner Radhändler Christian Tyl, der in Villach einen Cube-Store betreibt.

Dennoch sei die Nachfrage nach E-Bikes ungebrochen. „Ich kann allen Kaufinteressierten nur raten, sich so rasch wie möglich ein E-Bike zu sichern“, sagt der Salzburger Bergspezl-Chef Stefan Scherholz. Denn der Fachhandel hat aktuell so viele Fahrräder auf Lager wie noch nie zu dieser Jahreszeit. „Räder, die im Frühjahr und Sommer hätten ausgeliefert werden sollen, treffen jetzt ein“, erklärt der Tiroler fitstore24-Bikespezialist Werner Zanier: „Wenn man sich ein E-Bike leisten will, dann sollte man jetzt zuschlagen und von den günstigeren Preisen profitieren. Außerdem sind alle spät im Jahr 2022 hergestellten Räder technisch absolut up to date.“

Optimistisch ins kommende Jahr blickt auch der Steirer Gerald Kotnik, der in Graz ein Radsport-Geschäft führt: „Das Fahrrad erfreut sich generell größter Beliebtheit. Die Grazer Stadtpolitik hat einen starken Fokus aufs Radnetz gelegt, weshalb es immer attraktiver wird, mit dem Rad unterwegs zu sein.“ Kotnik geht deshalb davon aus, dass der Radmarkt in Österreich weiter wachsen werde. Und mit dieser Meinung steht er nicht allein. „Die Teuerung ist zwar da, aber wer kann, ist bereit, Geld für die Verbesserung seiner Freizeit auszugeben“, erklärt Zanier.

Weiterhin unklar sind Liefersituation und Verfügbarkeit. Eine Entspannung der Lage wird erwartet. „Ich bin froh, wenn ich die Räder im Frühjahr 2023 bekomme, die ich bestellt habe“, so Sebastian Sommer, der mit Fahrrad18 einer der kleinsten Fachhändler in Wien ist: „Im urbanen Bereich dürfen wir uns im kommenden Jahr auf leichte E-Citybikes freuen, die sehr individualisiert werden können, sowie leichte Rennräder und Gravelbikes mit E-Antrieb. Auch die Verbindung mit diversen Apps sowie eine Diebstahlsicherung wird bei den neuen Bikes ein Thema sein.“ 

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