Die ÖSV-Biathletinnen haben am Schlusstag des Heimweltcups in Hochfilzen in der Staffel nach zwei Strafrunden von Julia Schwaiger Platz neun erreicht. Das Quartett mit Dunja Zdouc, der starken Debütantin Anna Gandler, Schwaiger und Weltmeisterin Lisa Hauser hatte über drei Minuten Rückstand auf Sieger Frankreich. Finalisiert werden die Bewerbe in Tirol mit der Männer-Verfolgung (14.15 Uhr), in welche die Österreicher aber nur mit geringen Chancen von weit hinten starten.
Ihre Teamkolleginnen erlebten in der Neuschnee-Staffel über 4 x 6 km eine Achterbahnfahrt. Denn bereits Startläuferin Zdouc vermied im Stehendschießen nur mit Mühe eine Strafrunde, vier Nachlader und eine schlechte Schlussrunde warfen sie weit zurück. Gandler startete so als 13. bereits mit fast einminütigem Rückstand in ihr Staffeldebüt. Das die 21-Jährige aber bravourös absolvierte und Österreich mit nur einem Nachlader und auch guter Laufleistung auf Platz sechs nach vorne brachte. „Das war ein cooles Gefühl, ich hatte Gänsehaut. Es hat alles gut hingehaut“, meinte die vor großer Kulisse nervenstark gebliebene Tirolerin.
Im Gegensatz dazu schoss Schwaiger miserabel und war auch nicht besonders schnell. „Richtig schlecht. Zwei Strafrunden sind besonders daheim sehr bitter“, meinte die Salzburgerin, die auch schon bei der Heim-WM 2017 ein Debakel am Schießstand erlebt hatte. Hauser betrieb anschließend von der elften Stelle aus mit drei Nachladern noch ein wenig Schadensbegrenzung. Beim Saisonauftakt in Finnland hatte man Rang acht belegt. „Der neunte Platz ist ok, aber es war wieder viel mehr drinnen, bis auf Anna war keine am Schießstand zufriedenstellend, das ist ein bisschen schade“, meinte Hauser.
In den Einzelbewerben von Hochfilzen war die Kontiolahti-Sprintsiegerin als Zwölfte und Neunte die mit Abstand beste ÖSV-Athletin. Das ließ die im Sommer von Krankheiten geplagte Olympia-Vierte ein positives Zwischenfazit ziehen. „Ich hätte vor der Saison nicht gedacht, dass es so gut läuft. Es waren schon sehr gute Rennen dabei“, sagte Hauser. Aufgrund des guten Verlaufes wird sie entgegen ursprünglichen Plänen auch den kommenden Weltcup in Frankreich mitnehmen. „Ich muss mit der Energie haushalten, aber ich freue mich jetzt schon auf Frankreich, weil wenn es so geht, dann läuft man doch wieder alles“, meinte Hauser und verabschiedete sich zu „zwei Tage mit viel essen und schlafen“.
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