Der „Krone“-Bericht über die geplanten Maßnahmen im Zuge des Berufsschulkonzeptes schlägt hohe Welle. Neben Direktoren und Wirtschaftskammer-Vertreter übt nun auch die politische Opposition scharfe Kritik.
Lange Wegstrecken und zusätzlich benötigte Heimplätze für Berufsschüler werden durch die große Lehrlings-Rochade befürchtet. Wie die „Krone“ bereits berichtet hat, werden Berufsgruppen an den verschiedenen Standorten zu Kompetenzzentren gebündelt, um der Problematik der sinkenden Lehrlingszahlen entgegenzuhalten.
„Kritik stieß auf taube Ohren“
Laut den Kärntner Freiheitlichen weise das Konzept aber Lücken auf: „Die Kärntner FPÖ hat die Fehler und Lücken des Konzeptes von Anfang an immer wieder aufgezeigt. Leider sind wir mit unserer berechtigten Kritik bei Bildungsreferenten Kaiser immer auf taube Ohren gestoßen“, so FPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Dieringer-Granza. Die Anreise an den Ausbildungsstandort werde für Lehrlinge zu einer zusätzlichen Belastung. „Schon im Jahr 2021 haben wir eine Evaluierung der Maßnahmen gefordert, damit entsprechende Fehlentwicklungen korrigiert werden können“, fügt der freiheitliche Lehrlingssprecher LAbg. Christoph Staudacher hinzu.
Köfer: „Berufsschulwesen wird mutwillig zerstört“
Auch beim Team Kärnten unter Gerhard Köfer stößt das Berufsschulkonzept des Landes, das schrittweise umgesetzt wird, auf Widerstand: „Dieses Papier ist ein Angriff auf die Bildungsstruktur in Kärnten und erschwert den Alltag der Berufsschüler ungemein, diese werden kreuz und quer durch das Land geschickt und sind teilweise auf Heimplätze angewiesen, die es gar nicht gibt."
Köfer wirft Kaiser vor, dass die Interessen und Bedürfnisse der Schüler beim Bildungsreferenten nur eine sehr untergeordnete Rolle einnehmen würden. „In Hinterzimmern der Landesregierung werden Papiere erstellt und erarbeitet, die mit der Praxis überhaupt nichts zu tun haben und bestehende Ausbildungsstandards nach unten absenken.“
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