Seit Donnerstag ist es offiziell: Am 29. Jänner wird in Niederösterreich ein neuer Landtag gewählt. Vielleicht antreten, ganz sicher aber mitmischen will bei der Landtagswahl auch die Liste Menschen, Freiheit und Grundrechte (MFG).
Beachtliche 6,23 Prozent holte die MFG-Liste im Vorjahr bei der Landtagswahl in Oberösterreich. Sogar satte 17 Prozent waren es Anfang dieses Jahres bei der Gemeinderatswahl in Waidhofen an der Ybbs. Und mit 2,99 Prozent schaffte die Liste beim Urnengang in Krems am 4. September zumindest auch noch den Einzug ins Gremium. Trotz des klaren Abwärtstrends wollen es die Impfskeptiker wissen und auch bei der Landtagswahl in Niederösterreich „mitmischen“.
Mehrere Optionen
Was damit im Detail gemeint ist, ließ man bei den Impfskeptikern zunächst aber noch offen. Man werde „entweder selbst antreten“, zumindest „aber eine wahlwerbende Gruppierung unterstützen“, heißt es dazu nun nämlich auf Anfrage. Zudem wurde auf „umfassende Vorarbeiten“ verwiesen, die in Niederösterreich bereits geleistet worden seien. Gemeint ist damit, dass man auf einen operativen Vorstand und viele Funktionäre in den Bezirken zurückgreifen könne. Eine mögliche Kandidatenliste werde gegebenenfalls zeitnah formiert, heißt es dazu weiter.
Mit welcher wahlwerbenden Gruppierung sich die Impfskeptiker zusammentun könnten, ist derzeit noch nicht bekannt. Wie die „Krone“ berichtete, könnte jedenfalls auch ein Sammelsurium an linken Bewegungen und Parteien gemeinsam bei der Landtagswahl antreten.
Langer Weg in den Landtag
Der Weg für die Liste MFG in den Landtag dürfte jedenfalls aber lang werden. Eine Umfrage der „Niederösterreichischen Nachrichten“ („NÖN“) sah die Impfkritiker noch Ende September bei drei Prozent - und damit unter der für den Einzug notwendigen Vier-Prozent-Hürde.
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