ÖVP verliert Absolute

MFG holt 17 Prozent bei Wahlen in Waidhofen

Insgesamt 9820 Wahlberechtigte waren am Sonntag im niederösterreichischen Waidhofen an der Ybbs dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Seit 15 Uhr sind die Wahllokale geschlossen. Das vorläufige Endergebnis zeigt einen Polit-Hammer! 

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Wahltag war Zahltag und die Corona-Politik der Bundesregierung auch bei regionalen Wahlen das Thema Nummer eins. Das zeigt sich einerseits an den herben Verlusten von 20 Prozent, die ÖVP-Bürgermeister Werner Krammer einbüßen musste, andererseits aber auch am fulminanten Erfolg der erstmalig in Niederösterreich antretenden Liste Menschen, Freiheit und Grundrechte (MFG), die aus dem Stand rund 17 Prozent der Stimmen holte.

Krammer bleibt wohl Parteichef
Entsprechend unterschiedlich fielen auch die Reaktionen bei den beiden Siegern aus. „Wir haben die erste Impfpflicht-Wahl erlebt, wo keine der etablierten Parteien so abgeschnitten hat, wie man sich das erwartet hat. Auch wir nicht“, räumte Krammer selbstkritisch ein. Rücktrittgerüchte waren am Sonntag aber sowohl in Waidhofen, als auch in St. Pölten vorerst noch kein Thema.

MFG will mehr
Bei der MFG zeigte man sich zufrieden mit dem Ergebnis. Spitzenkandidat Wolfgang Durst kündigte an, künftig auch auf Landesebene Fuß fassen zu wollen. Die Partei sei zudem nicht nur impfkritisch, sondern würde vor allem auch „den Menschen in den Mittelpunkt“ stellen.

Liste UWG fliegt aus Gemeinderat
Dazugewinnen konnte auch die SPÖ um Spitzenkandidat Armin Bahr. Von 15,5 verbesserten sich die Sozialdemokraten auf 21,7 Prozent. „Unser Ergebnis zeigt, dass wir im Wahlkampf die richtigen Themen angesprochen haben und die Sorgen und Wünsche unserer Bürger verstehen", fasste Bahr zusammen. Die Bürgerliste FUFU gewann von 10,2 auf 11,2 Prozent dazu, die FPÖ verlor leicht von 5,3 auf 4 Prozent.

Damit bleiben die Freiheitlichen ebenso im Gemeinderat vertreten wie die Grünen, die ihrerseits 3,1 Prozent der Stimmen erhielten. Nicht mehr im Waidhofener Gemeinderat vertreten ist künftig die Liste Unabhängige Wahlgemeinschaft Waidhofen (UWG), die von 4,5 auf 1,6 Prozent schrumpfte.

Lukas Lusetzky
Lukas Lusetzky
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