Wahrscheinlich war es die größte Herausforderung in der rot-weiß-roten Sportgeschichte. Die EURO 2008 fesselte das ganze Land, der Lohn für eine jahrelange Vorbereitungsphase. Doch die Nachhaltigkeit hält sich in Grenzen. Eine Kolumne von „Krone“-Sportchef Peter Moizi.
Vor allem im Hinblick auf die vier Stadien: In Innsbruck wurde die Arena von einer Kapazität von 30.000 Fans auf die Hälfte reduziert, in Klagenfurt finden die meisten Spiele quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, das Happel-Oval gleicht einer Ruine, lediglich in Salzburg erinnert einiges an die große Fußball-Welt. Ein trauriger Istzustand. Die Heim-EURO hätte die Basis geboten, um die Infrastruktur der modernen Zeit anzupassen. Doch anstatt eine neue Heimstätte für das Nationalteam zu errichten, wurde das unter Denkmalschutz stehende Happel-Stadion lediglich renoviert und adaptiert.
Spätestens heuer im Sommer bekamen die Fans dafür die Rechnung präsentiert. Beim Spiel gegen Dänemark hatte zuerst ein Notstromaggregat nur teilweise funktioniert, dazu schaffte es das Rätselraten über ein tiefes schwarzes Loch im Rasen in die internationale Presse. Eine Negativwerbung, die Wien nicht braucht. Das am 11. Juli 1931 eröffnete Stadion ist längst nicht mehr zeitgemäß - und von einer hypermodernen Arena genauso weit entfernt wie Österreich als Austragungsort von einem Endspiel im Europacup
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