25.09.2022 06:00 |

„Krone“-Gastkommentar

Eine Minute vor 12

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Diese Woche hat der russische Kriegs-Befangene Wladimir Putin die erste Mobilmachung seit dem Zweiten Weltkrieg verkündet: Russland verfüge „über verschiedene Zerstörungsmittel“, die teilweise moderner als jene der NATO wären. „Wenn die territoriale Integrität unseres Landes bedroht ist, werden wir alle verfügbaren Mittel einsetzen, um unser Volk zu schützen“, drohte der Kreml-Chef am Rande der Rekrutierung der 300.000 Reservisten. „Jene, die versuchen, uns mit Atomwaffen zu erpressen, sollten wissen, dass sich die Wetterfahne drehen und auf sie zeigen kann.“

Während Ex-US-General Hodges bereits wissen will, dass Putins Reservisten „reines Kanonenfutter“ sein würden, warnt Ex-US-Präsident Trump bereits vor einem Dritten Weltkrieg.

De facto ist die Gefahr einer atomaren Auseinandersetzung in Europa so real wie nie zuvor. De facto verfügt Russland über 6375 nukleare Sprengköpfe. De facto hat Putin bereits 2018 die Hyperschallrakete Kinschal präsentiert, die mit bis zu 12.350 km/h eine 480 Kilogramm schwere konventionelle Bombe abwerfen kann. Oder eben eine atomare.

Österreichs Kanzler hatte wenigstens im April den richtigen Instinkt, sich mit Putin an einen Tisch zu setzen. Andere reden nur von notwendigen Verhandlungen - ohne ihren Worten Taten folgen zu lassen. Dabei zeigt die Uhr längst eine Minute vor 12. Auch Chinas Staatschef Xi hat das Militär instruiert, sich auf einen Krieg vorzubereiten.

Christian Baha (Gastkommentar)

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