Für Menschenrechte
Pelosi reist nach heftigen Kämpfen nach Armenien
Nach ihrem umstrittenen Taiwan-Besuch reist die US-Politikerin Nancy Pelosi am Samstag nach Armenien. Bei ihrem Besuch werde es um Menschenrechte und den Respekt vor der Würde eines jeden Einzelnen gehen, sagte Pelosi am Freitag.
Einzelheiten zu ihrem Aufenthalt wollte die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses aus Sicherheitsgründen nicht nennen. Es habe aber schon seit längerer Zeit eine Einladung gegeben. Aktuell ist Pelosi in Berlin, wo sie am Freitag den deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) treffen wollte.
Mehr als 200 Tote bei Kämpfen
In den vergangenen Tagen hatten sich die armenische und die aserbaidschanische Armee heftige Kämpfe geliefert. Mehr als 200 Menschen waren ums Leben gekommen. Die armenische Seite sprach am Freitag von 135 getöteten Soldaten und Soldatinnen, diese Zahl werde laut Ministerpräsident Nikol Paschinjan aber wohl noch steigen. Auf aserbaidschanischer Seite war zuletzt von 71 Toten die Rede.
Das autoritär geführte Heer Aserbaidschans hatte Armenien in der Nacht zum Dienstag angegriffen und das mit einer angeblich vorausgegangenen Provokation begründet. Viele Beobachter und Beobachterinnen gehen hingegen davon aus, dass die Führung Aserbaidschans ausnutzte, dass Armeniens Schutzmacht Russland mit dem Krieg gegen die Ukraine beschäftigt ist. Die beiden Ex-Sowjetrepubliken bekriegen einander seit Jahrzehnten wegen des Gebiets Berg-Karabach. Dieses Mal wurden allerdings nicht die Konfliktregion angegriffen, sondern die Regionen des Kernlands.
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Waffenruhe seit Donnerstag
Nach zwei Tagen schwerer Kämpfe wurde am Donnerstag eine Waffenruhe vereinbart. Die Lage scheint jetzt verhältnismäßig ruhig zu sein. Während Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev von einem Friedensvertrag „ohne Vorbedingungen“ als Ziel sprach, befürchtet Armeniens Botschafter in Deutschland eine neuerliche Eskalation. „Wir haben Angaben, dass Aserbaidschan sich auf neue Aggressionen vorbereitet“, sagte Viktor Yengibaryan. Derzeit seien internationale Partner im Einsatz in Armenien.












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