
Warum die Gefahr einer EU-Spaltung real ist und wie er die Beziehung zu Europas Gegenstück einschätzt, verrät Russland-Experte Gerhard Mangott im „Krone“-Interview.
„Krone“: Zu Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine wirkte die EU sehr einig, sehr geschlossen. Mittlerweile bröckelt der Zusammenhalt mehr und mehr. Sehen Sie die Gefahr einer Spaltung?
Gerhard Mangott: Durchaus. Das kann etwa bei den Sanktionen passieren, wenn vielleicht Ungarn ein Veto einlegt. Eine Spaltung ist also möglich, derzeit aber nicht sehr wahrscheinlich. Ein größeres Problem als die Sanktionen sind in dieser Hinsicht die unterschiedlichen Vorstellungen über die Kriegsziele der Ukraine. Einige Länder wollen alle russischen Truppen aus der Ukraine vertrieben sehen, also auch von der seit 2014 besetzten Krim. Andere Staaten, wie etwa Deutschland und Frankreich wollen zu einem Status quo vor dem 24. Februar 2022, als der aktuelle Krieg ausgebrochen ist, zurückkehren. In diesem Szenario bliebe die Krim von Russland annektiert. Diese beiden unterschiedlichen Haltungen beeinflussen auch die Waffenlieferungen Europas.








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