„Es war Spekulation“ - „Bei Wien Energie gibt es keine Spekulation“ - „War es zu riskante Spekulation?“ - „Eiertanz um die Spekulation der Wien Energie“.
Widersprüchlicher könnten die Schlagzeilen zur „finanziellen Schieflage“ - Zitat Finanzminister Brunner - des größten österreichischen Energieversorgers nicht sein. Aber egal, ob sich Wien Energie aus gesellschaftsrechtlicher Sicht etwas zuschulden kommen ließ, ob ihre Geschäfte mutmaßlich spekulativ, spekulativ oder nur riskant waren, die Summen, die sie nun benötigt, übersteigen jegliche Vorstellungskraft. „Zwei Milliarden in 72 Stunden, das ist schon außergewöhnlich“, meinte der Bundeskanzler bei der gestrigen Pressekonferenz. Das kann er laut sagen.
2 Milliarden sind 2000 Millionen. Irgendwo stand, dass man 63 Jahre und 153 Tage brauchen würde, um den Berg an Euro-Münzen, die dieser Summe entsprechen, in ein Sparschwein zu stecken. Jede Sekunde einen Euro, ohne zu schlafen, zu essen oder zu sterben.
2000 Millionen Euro Darlehen bekommt die Stadt Wien nun vom Bund. Wofür genau, auch das ist widersprüchlich. Schutzschirm? Risikominimierung? Liquiditätssicherstellung?
Nur eine Handvoll Spezialisten kennt sich mit „Margin Calls“, „Hedging“, „Selling Long“ und „Selling Short“ aus. Aber jeder normale Mensch weiß, dass zwei Milliarden nicht nur eine Zahl mit neun Nullen sind. Sondern unsagbar viel Geld. Und zwar Steuergeld.








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