Aus Ukraine geflüchtet

Husky-Rudel durch „Krone“ Futterspende gerettet

Tierecke
12.09.2022 06:00

Über ein halbes Jahr dauert der Krieg in der Ukraine bereits an, die Folgen sind längst auf dem ganzen Kontinent und darüber hinaus zu spüren. Hunderte Menschen führte der Weg ins sichere Österreich - mit ihrem Haustier im Gepäck. Denn die eigenen Vierbeiner sind für ihre Besitzer von großem emotionalen Wert und viele brachten es nicht übers Herz, diese ihrem Schicksal zu überlassen. Doch was tun, wenn man einen ganzen Hof voller Tiere hat? 

Mit dieser Frage war die 43-jährige Viktoriya B. aus Kherson konfrontiert. Sie hat das enorme Leid des Krieges erlebt und sich dennoch erst sehr spät zur Flucht entschieden. Die Ukrainerin betreibt eine erfolgreiche Huskyzucht im Süden des Landes - oder hat dies getan, solange es möglich war. Die Liebe zu ihren Tieren wurde auf eine harte Probe gestellt, ging es doch ums eigene Überleben zwischen Bomben und Trümmern. 

Alles auf eine Karte
Doch Viktoriya ist aus einem anderen Holz geschnitzt, ihre Tiere zurückzulassen war keine Option für die robuste Züchterin. Mit zwölf Huskys, einem Schäferhund, zwei weiteren Straßenhunden, mehreren Katzen, einem dreibeinigen Igel und allerlei Kleingetier schaffte sie die beschwerliche Reise nach Österreich. 

Gemeinsam stark
Mit Unterstützung einer starken und sehr hilfsbereiten österreichischen Husky-Gemeinschaft konnte eine passende Unterkunft auf einem kleinen, winterfesten Hof in den Bergen gefunden werden, der auch für die Tiere optimale Bedingungen bietet. Das Grundstück liegt abgeschottet, Nachbarn fühlen sich durch die Hunde nicht gestört, und auch klimatisch ist es ideal für diese Rasse. Dank der „Krone“-Tierecke und der Initiative „A G‘spia für’s Tier“ (Volkshilfe Wien) konnten Viktorijas Tiere auch mit Futter- und Sachspenden der „Krone“-Leser versorgt werden. Inzwischen sind auch einige bürokratische Hürden überwunden und Behördenwege erledigt.

Zitat Icon

Wir helfen Mensch und Tier - denn Vierbeiner sind für ihre Besitzer eine wichtige emotionale Stütze in dieser Zeit.

Maggie Entenfellner, „Krone“-Tierecke-Chefin

Keine ruhige Minute
Viktoriya ist mit ihrer Familie und den Tieren in Sicherheit, zur Ruhe kommen kann sie allerdings nicht. Ständig schaut sie auf ihr Handy, um mit ihren Landsleuten vor Ort in Kontakt zu bleiben. Die Nachrichten aus der Heimat sind erschütternd und von Entbehrung, Verletzungen, Schmerzen und Trauer geprägt. Das Engagement der Tierfreundin bleibt allerdings ungebrochen, denn Viktoriya liebt Hunde aller Rassen und sucht nun von hier aus nach liebevollen Plätzen für zurückgelassene Tiere.

Hilfe in der Not
Bereits kurz nach Beginn des Krieges lief eine große, gemeinsame Hilfsaktion der „Krone“-Tierecke und der Wiener Volkshilfe an. Im Rahmen der Aktion 
A G’spia für’s Tier“, wo eigentlich in Not geratene Wiener und Wienerinnen bei der Tierhaltung unterstützt werden, erhalten nun auch zahlreiche ukrainische Flüchtlinge mit ihren Tieren Hilfe. Es gibt finanzielle Stützung bei medizinischen Notfällen und der Grundversorgung, und dank „Fressnapf Österreich“ auch Futter- und Sachspenden in Form von kuscheligen Hundebetten, Kratzbäumen und noch vielem mehr. 

Bitte unterstützen auch Sie unsere Hilfsaktion! Jeder Euro zählt!
“Krone“-Tierecke: IBAN AT20 1200 0097 0632 7511 auf Verein „Freunde der Tierecke“, Kennwort: Tierhilfe Ukraine
Volkshilfe Wien:  IBAN AT35 2011 1200 4928 2323 Kennwort: A G’spia für’s Tier 

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