Frau nun freigelassen

Nach Tod von Baby 22 Jahre unschuldig in Haft

Ausland
12.03.2026 12:05
Porträt von Niederösterreich-Krone
Von Niederösterreich-Krone

Nachdem ein Baby mit heißem Wasser verbrüht und danach im Spital verstorben war, wurde die Babysitterin zu einer lebenslangen Haft verurteilt. Nach 22 Jahren stellte sich nun heraus, dass die vierfache Mutter zu Unrecht im Gefängnis saß. 

22 Jahre unschuldig im Gefängnis saß eine 52-Jährige in Texas. Die Frau war wegen der Tötung eines Babys zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Ihr war damals vorgeworfen worden, als Babysitterin einen zehn Monate alten Buben mit heißem Wasser verbrüht zu haben. Das Baby erlitt schwere Verbrennungen und verstarb 2003 im Krankenhaus. Im Prozess hatten ein Arzt und ein Experte damals erklärt, die Verbrennungen seien dem Kind absichtlich zugefügt worden. Die aus Honduras stammende 52-Jährige wurde daraufhin verurteilt. Nun wurde sie von einem Richter in Texas freigesprochen.

Unvollständige Beweise
Sie sei aufgrund fehlerhafter Zeugenaussagen und unvollständiger Beweise zu Unrecht verurteilt worden, begründete das zuständige Gericht die Entscheidung. Die Verteidigung konnte nachweisen, dass es sich um einen Haushaltsunfall handelte, der durch einen Wasserboiler verursacht wurde. Das Wasser, das in das Bad des Kindes eingelassen wurde, habe sich innerhalb von Sekunden auf über 60 Grad erhitzt.

Eigene Kinder verloren
„Ich habe geglaubt, dass ich im Gefängnis sterben muss“, erklärte Carmen Mejía nach ihrer Freilassung vor der Haftanstalt. Auch das Sorgerecht für ihre vier Kinder hatte die 52-Jährige mit dem Schuldspruch verloren. Sie wurden zur Adoption freigegeben. Eine mit dem Schuldspruch angeordnete Abschiebung wurde nun aufgehoben. Bereits im Jänner hatte die Justiz die Frau für unschuldig erklärt.

„Obwohl wir uns sehr darüber freuen, dass das Gericht die Unschuld von Frau Mejía festgestellt hat, hätte es nie zu so einer gravierenden Ungerechtigkeit kommen dürften“, so die Anwältin Vanessa Potkin von der Organisation Innocence Project, in einer ersten Reaktion. Die Verteidigerin hatte sich des Falles angenommen. 

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