Unwetter in Kärnten:

Straßen gesperrt, Langalmtal abgeschnitten

Kärnten
22.07.2022 08:38

Die Ausmaße der Unwetter von Donnerstag in Kärnten sind teilweise verheerend: Straßen und Brücken wurden weggerissen, zahlreiche Häuser sind unbewohnbar, im Leobengraben sind zwölf Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Die Kleinkirchheimer Bundesstraße (B88) und Kaninger Straße (L18) bleiben bis auf Weiteres gesperrt.

Wie berichtet, kam es am Donnerstag im Bereich des Langalmtales in Kaning (Gemeinde Radenthein) und in St. Oswald (Gemeinde Bad Kleinkirchheim) aufgrund des starken Unwetters zu Vermurungen entlang des Rossbaches bzw. Kaningerbaches. Dabei wurden Straßen unterspült, angrenzende Häuser mussten evakuiert werden.

„Unsere Nachbarn hat es jetzt zum zweiten Mal erwischt. Ihr liebevoll renoviertes Haus wurde durch den reißenden Bach unbewohnbar. Wir haben sie aufgenommen. Auch die Brücke beim Lärchenweg wurde weggerissen“, berichtet Tamara Glanzer-Scheiflinger aus St. Oswald bei Bad Kleinkirchheim. Sie erinnert sich, dass vor zwei Jahren schon einmal alles überschwemmt wurde.

Zivilschutzalarm ausgelöst
Ein Erkundungsflug mit dem Helikopter „Libelle FLIR“ aus Wien wurde in den Nachtstunden durchgeführt. Die Zu- und Abfahrt zu mehreren Anwesen in den betroffenen Gebieten, sowie ins gesamte Langalmtal ist derzeit nicht möglich. Gegen 20.30 Uhr wurde Zivilschutzalarm ausgelöst, der Freitagfrüh in den Ortschaften Untertweng, Radenthein und Döbriach wieder aufgehoben werden konnte. 

Mittlerweile konnten die meisten Straßen wieder für den öffentlichen Verkehr freigegeben werden.

Langalmtal von Außenwelt abgeschnitten
Das Langalmtal ist von der Außenwelt abgeschnitten, Urlauber sitzen fest. Sie müssen ausgeflogen werden. Auch der Mühlenweg in Kaning wurde binnen zwei Jahren zum zweiten Mal zerstört. Von den liebevoll gepflegten Mühlen ist nur mehr eine vorhanden. „Dieses Unwetter ist noch schlimmer als vor zwei Jahren“, ist eine Bewohnerin verzweifelt.

Auch im Leobengraben in Krems in Kärnten sind vier Häuser nicht erreichbar, hier sitzen zwölf Menschen fest. Sämtliche Feuerwehren und Einsatzkräfte stehen im Dauereinsatz.

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